Walt Disney: Aktienanalyse

und

Analysen, Walt Disney 6 Kommentare

Walt Disney ist ein global führendes Medien- und Unterhaltungsunternehmen, das durch seine Animationsfilme weltweit bekannt wurde. Heute gehören neben den eigenen Filmstudios auch Filmlabel wie Pixar, Marvel, Lucasfilm oder 20th Century Fox zum Walt Disney Konzern. Des Weiteren betreibt Walt Disney auch etliche Fernsehsender, u.a. ABC, Disney Channel oder ESPN und ist weltweit größter Betreiber von Vergnügungsparks. Erfahre mehr in unserer Walt Disney Aktienanalyse:

Mit einem Investment in die Walt Disney Company konnte man in den letzten 10 Jahre gute Kursrenditen erzielen. Zwar mussten investierte Anleger über diesen Zeitraum auch länger andauernde Seitwärtsbewegungen aushalten, siehe 2010-2012 oder 2015-2019, im Durchschnitt hat die Aktie jedoch mit 16,4% p.a. rentiert.

Im Folgenden findest du unsere Aktien Analyse zu Walt Disney.

Qualitative Analyse

Produkt- und Marktposition

Der weltweite Unterhaltungssektor im Zusammenhang mit Medien kommt laut PwC auf ein jährliches Volumen von über 2,2 Billionen USD, von dem ca. ein Drittel auf die USA entfällt. Walt Disney hat im Vergleich dazu im Fiskaljahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 69,570 Milliarden USD erzielt und kommt entsprechend auf einen Marktanteil von 3,2% des Gesamtmarktes.


Dieser Markt beinhaltet dabei die Subbranchen TV, Printmedien, Werbung, Audioformate, Videospiele und viele mehr, welche in der folgenden Grafik mit den jeweiligen Marktanteilen dargestellt werden.

Die größte Kategorie „Internetzugang“ sollte hier vorerst exkludiert werden, da es sich hier vor allem um die nötige Infrastruktur oder Zugangspunkte für die anderen Kategorien handelt.


OTT Video: Over-the-top Video (z.B. Netflix, Disney+,…)
OOH: Out-of-Home Advertising (z.B. öffentliche Plakatwände)

Klassisches TV steht zusammen mit der zugehörigen Werbung nach wie vor für ca. 20% des Gesamtmarktes und ist somit nach wie vor die Cash-Cow für viele Medienunternehmen, so auch bei Walt Disney.

OTT-Video Angebote wie Netflix spielen zumindest aktuell noch eine eher untergeordnete Rolle in Bezug auf die erzielten Umsätze. Gerade Netflix hat jedoch gezeigt, dass dieser Bereich aufgrund seiner offensichtlichen Vorteile gegenüber dem klassischen TV noch enormes Wachstumspotenzial besitzt. Mit Disney+ versucht auch Walt Disney von diesem Trend zu profitieren und konzentriert zukünftigen Content auf und um diese Plattform herum. Zudem sind sie noch in den Segmenten „klassisches TV“ mit zugehöriger Werbung und „Kino“ aktiv.

Dies ist besonders dem deutlichen Wachstum innerhalb dieses Bereichs geschuldet, wie man der folgenden Grafik entnehmen kann.


Kunden wünschen sich zunehmend zeitliche und inhaltliche Flexibilität bei der Wahl ihres Medienangebots. Video-Streaming ist dafür die ideale Möglichkeit und bietet zudem Potenzial zur Einbindung weiterer Technologien wie VR oder Charakteristiken von Videospielen.
Durch eine steigende Angebotsvielfalt könnten die Wachstumsraten in diesem Bereich sogar noch höher als prognostiziert ausfallen. Klassische Medienangebote werden laut der Studie deutlich schlechter wachsen, wohingegen Videospiele weiterhin Potenzial bieten und sich mittlerweile in der Gesellschaft etabliert haben.

Walt Disney ist wie bereits beschrieben in den Segmenten Kino, OTT Video und klassisches TV aktiv und betreibt überdies noch ergänzende Geschäfte wie Themenparks und Merchandise, welche einen erheblichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens als auch der Marke Disney leisten. Über einen Zeitraum von beinahe 100 Jahren hat Walt Disney ein beeindruckendes Marken- und Produktportfolio aufgebaut, welches mittlerweile zu den bekanntesten und wertvollsten der Welt gehört. Animationsfilme wie Schneewittchen und die sieben Zwerge, Bambi, der König der Löwen, die Schöne und das Biest oder das Dschungelbuch haben weltweit begeistert und dabei mehrere Generationen geprägt. Auch wenn Walt Disney in erster Linie mit jenen Klassikern assoziiert wird, besteht das Geschäft, wie eingangs erwähnt, aus vielen weiteren Tätigkeiten, die das Unternehmen selbst wie folgt gliedert:


  • Studio Entertainment – Walt Disney ist spätestens seit der erfolgten Übernahme von 21th Century Fox im ersten Halbjahr 2019, mit einem Marktanteil von 38,2%, dominanter Marktführer im globalen Kinogeschäft, deren Studiolabel Walt Disney Pictures zu den renommierten Top Five Major Studios in Hollywood gehört. Neben den eigenen Filmstudios sowie der gerade erwähnten 20th Century Fox, gehören auch Pixar, Marvel und Lucasfilm zum Unternehmen. Im Ranking der 10 erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten befinden sich 8 des Walt Disney Konzerns und auch im erst kürzlich beendeten Kalenderjahr 2019 führte Walt Disney das Ranking der erfolgreichsten Filme mit 6 Blockbustern an, zu denen voraussichtlich mit Star Wars – Rise of Skywalker noch ein weiterer hinzukommen wird.
    Als Blockbuster werden Filme bezeichnet, die mindestens eine Milliarde Dollar an den Kinokassen eingespielt haben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unserer Analyse gibt es insgesamt 44 solcher Filme, von denen mehr als die Hälfte (26) zum Walt Disney Konzern gehören. Erst kürzlich hat Avengers Endgame den Titel „erfolgreichster Film aller Zeiten“ erhalten, als dieser an den Kinokassen weltweit knapp 2,8 Milliarden Dollar erzielen konnte und sich damit in einer Gruppe von lediglich 5 Filmen befindet, die jemals die Marke von 2 Milliarden Dollar überschreiten konnten. Sämtliche* dieser Filme gehören derweil zu Walt Disney.

Liste der 10 erfolgreichsten Filme weltweit
*Titanic wurde seinerzeit in Kooperation zwischen Paramount Pictures und 20th Century Fox produziert, welche die Rechte in (US/CA) Domestic (Paramount) und International (Fox) aufteilten. Durch die Übernahme von 21th Century Fox ist Walt Disney somit auch an Titanic beteiligt.

  • Parks, Experiences and Products – Walt Disney ist der führende Betreiber von Freizeitparks weltweit und zieht mit diesen jährlich über 150 Millionen Besucher an. Die Besonderheit dieser Freizeitparks ist die Kombination üblicher Attraktionen mit den Themen beliebter Filmklassiker. Weltweit betreibt Walt Disney insgesamt 5 Resorts, die jeweils verschiedene Themenparks bzw. -welten beinhalten. Erst kürzlich wurde in Orlando eine Themenwelt rund um das Star Wars Franchise eröffnet, in der Besucher den Millennium Falcon fliegen, ein Lichtschwert kaufen oder ein Foto zusammen mit Stormtroopern machen können. Mittlerweile sind einige der Resorts so groß geworden, dass es einige Tage Aufenthalt bedarf, um tatsächlich sämtliche Attraktionen zu besichtigen. Dabei bietet Walt Disney seinen Besuchern Übernachtungsmöglichkeiten in eigenen Hotels an, die direkt an die jeweiligen Parks angeschlossen sind. Das Geschäft mit den Parks läuft für Walt Disney so gut, dass das Unternehmen zuletzt weitere Themenwelten aufbauen und erschließen musste, damit dem Andrang der Besucher entsprochen werden konnte. Selbst drastische Preissteigerungen bei den Eintrittskarten oder den Übernachtungen taten dem Andrang keinen Abbruch. Walt Disney betreibt neben den 5 Resorts außerdem mit der „Disney Cruise Line“ auch eine Flotte eigener Kreuzfahrtschiffe sowie eine Broadway Produktionsfirma, die auch mehrere Musiklabel beinhaltet. Neben den Parks kumuliert Disney auch seine Merchandising Erlöse in diesem Bereich. Disney versteht es wie kaum ein anderes Unternehmen, seine Inhalte auf so viele unterschiedliche Wege zu vermarkten und zu monetisieren. Walt Disney nutzt dabei insbesondere die Strahlkraft der jeweiligen Filme und deren Charaktere und kann mit diesen zusätzliche Lizenzgebühren erzielen. Wir haben bei unserer Analyse nichts gefunden, womit Walt Disney nicht potenzielle Einnahmen generieren könnte. So gibt es, um beim Star Wars Franchise zu bleiben, u.a. Bettwäsche, Bekleidung, Spielzeug, Videogames, Poster, Tapeten, Autoaufkleber oder, unser persönliches Highlight, Joghurt mit Star Wars Aufdruck. Mit jedem verkauften Star Wars Joghurt fließt Walt Disney weiteres Geld zu und sorgt gleichzeitig dafür, dass das Franchise noch prominenter wahrgenommen wird.
  • Media Networks – Im Bereich Media Networks fasst Walt Disney sein Kabel- und Rundfunkgeschäft zusammen, das zu den größten in den Vereinigten Staaten zählt. Zum Produktangebot gehören unter anderem der Sportnachrichtensender ESPN, einige Unterhaltungssender wie dem Disney Channel oder auch der Nachrichtensender ABC. Walt Disney erreicht mit seinen Sendern knapp 90 Mio. Haushalte, wobei die Tendenz in den vergangenen Jahren eher rückläufig gewesen ist. Kabelverträge sind in den Vereinigten Staaten sehr teuer und durch das immer stärker werdende Streamingangebot für den Konsumenten auch zunehmend unattraktiv, wodurch Walt Disney sukzessiv Abonnenten verliert. Des Weiteren haben die Lizenzgebühren für Übertragungsrechte im Sport zuletzt deutlich angezogen, deren Preissteigerungen durch das signifikant günstigere Angebot der Streaminganbieter jedoch nicht adäquat an die Kunden weitergegeben werden können. Auch die Einnahmen aus den Werbeverträgen sind tendenziell rückläufig, so dass Walt Disney bereits vor einigen Jahren damit begonnen hat, sich dem Wandel der Unterhaltungsindustrie zu stellen und eigene Streamingangebote aufzubauen.
  • Direct-to-Consumer & International – Diese Streamingangebote werden hier im Direktkundengeschäft geführt. Erst kürzlich hat Disney seinen wohl vielversprechendsten Dienst in den USA und einigen weiteren Ländern gelauncht, Disney Plus, der innerhalb von zwei Jahren weltweit verfügbar sein soll. Bereits nach sehr kurzer Zeit wurden sämtliche Erwartungen sowohl des Unternehmens als auch der Analysten deutlich übertroffen und zeigt damit einmal mehr, was die Inhalte Disneys für Strahlkraft besitzen. Bereits am ersten Tag hat Walt Disney über 10 Millionen Abonnements abgeschlossen, eine Anzahl, die Walt Disney eigentlich erst zum Jahresende erreichen wollte. Zuvor hatte Walt Disney bereits in den USA ein Streamingangebot (ESPN+) des Sportnachrichtensenders ESPN gelauncht, durch den das Unternehmen wichtige technische Erfahrungen sammeln und zudem Nutzer an den Sender binden konnte. Durch die Übernahme von 21th Century Fox konnte Walt Disney außerdem seinen Anteil an dem Streamingdienst Hulu ausbauen, ein Dienst der in Kooperation mehrerer Unternehmen dieser Branche gegründet wurde und nun mehrheitlich im Besitz von Walt Disney ist. Hulu gewinnt bei den Amerikanern zunehmend an Beliebtheit, da der Dienst sowohl Mediathek für Filme und Serien ist als auch für beliebte TV-Shows. Walt Disney prüft derzeit, ob ein globaler Rollout strategisch sinnvoll ist. Teil der Übernahme von Fox war des Weiteren der indische Streamingdienst Hotstar, der in einem aufstrebenden Land; über 1,3 Milliarden Menschen leben dort; signifikante Marktanteile besitzt und somit besonders in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des Streaminggeschäfts Disneys sein dürfte. Laut diesem Artikel haben sich die Nutzerzahlen von 150 Millionen auf 300 Millionen monatlich aktive Nutzer verdoppelt, was wohl den wenigsten Aktionären so bewusst sein dürfte. Im Streamingmarkt ist man somit mit mehreren potenten Plattformen vertreten. Diese wachsen aktuell zwar sehr stark, hängen jedoch in ihrer Profitabilität weiter zurück, da man sich hier vorerst auf die Gewinnung von Marktanteilen konzentriert und erst 2024 mit dem Break-Even rechnet.

Walt Disney hat es wie kein anderes Medienunternehmen verstanden, langlebige Franchises aufzubauen und zu vergrößern. Durch ihre breite Vertriebsstruktur können wir Kunden neben den klassischen Filmen und Serien Merchandise oder Lizenzprodukte unserer Lieblingshelden für fast jeden Lebensbereich kaufen und zusätzlich unseren wertvollen Urlaub in einem der so beliebten Freizeitparks von Disney verbringen. Dies sorgt, neben dem exzellenten Charakterdesign, für eine stärkere Bindung mit unseren Lieblingshelden und mündet für Disney in langfristig hohen Produktumsätzen.

Konkurrenz

Walt Disney muss sich innerhalb der Unterhaltungsbranche mit vielen konkurrierenden Unternehmen auseinandersetzen. Auf der einen Seite gibt es die direkte Konkurrenz der jeweiligen Geschäftsbereiche, zum Beispiel Time Warner (AT&T) oder Universal (Comcast) im Kinogeschäft. In diesem Markt ist Disney jedoch mit Abstand der Marktführer. Im Jahr 2019 konnten sie ihren Marktanteil in Nordamerika nochmals von 36% auf 38% steigern.


Durch diese Dominanz besitzt Disney eine herausragende Verhandlungsposition gegenüber den Kinobetreibern. Kein Kino kann es sich wirklich leisten auf ihre Filme zu verzichten, ohne signifikante Umsatzeinbußen hinzunehmen. Dies erlaubt Walt Disney teils über 50% der Ticketerlöse für sich zu beanspruchen, was über den Werten der Konkurrenz liegt.

Auf der anderen Seite konkurrieren jedoch auch mehr oder weniger alle anderen Unternehmen der Unterhaltungsbranche mit Walt Disney um die begrenzte Zeit eines jeden Kunden. So sieht sich der CEO von Netflix beispielsweise durch Fortnite und Youtube deutlich stärker bedroht, als durch deren direkten Peers. Wer gerade ein Online Game spielt oder Videos auf Youtube schaut, kann nicht gleichzeitig ins Kino gehen oder einen Film auf Disney+ streamen.

Anhand folgender Grafik möchten wir die Konkurrenz veranschaulichen und berücksichtigen dabei den unmittelbaren und mittelbaren Charakter der jeweiligen Unternehmen:


Umsatz- und Wachstumszahlen der Konkurrenten zeigen nur die Segmente auf, welche in Konkurrenz zu Disney stehen.

Wie man sieht ist Disney eines der Schwergewichte in der Branche, muss sich jedoch auch gegen alte Konkurrenten wie Comcast, Sony und Viacom behaupten, welche besonders in TV- und Kabelgeschäft eine große Konkurrenz sind. Hier haben aktuell alle Peers mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Gerade jüngere Leute wenden sich immer mehr von den traditionellen Medienformaten ab. Gleichzeitig wird der Content, besonders im Sportbereich, durch neue Konkurrenten aus der Techbranche immer teurer. Amazon, Facebook und DAZN investieren stark in diese Bereiche und jagen so den etablierten Anbietern die Rechte ab. Preisdruck und steigende Kosten sind somit eher Indizien für fallende Margen.

Dieser Trend wird durch weitere Angebote wie Videostreaming über Netflix oder YouTube als Content Creation Plattform zusätzlich verschärft. Disneys eher späte Antwort auf diese Entwicklungen sind eigene digitale Angebote, über die sie die volle Kontrolle haben. Wurden früher noch Serien für die direkte Konkurrenz wie Netflix und Amazon produziert, behält man nun die Vertriebsrechte des eigenen Contents weitestgehend bei sich, um die eigenen Streaming Services wie Disney+, ESPN+ und Hulu zu stärken und von der Konkurrenz abzugrenzen. Da Disney im Vergleich zu Netflix jedoch mehrfach an seinen Produktionen verdienen kann und hochprofitable Sparten wie das Freizeitparkgeschäft hat, ist Disney unserer Meinung nach, trotz des späten Einstiegs, sehr gut aufgestellt und kann von Marktentwicklungsaufwänden der Konkurrenz direkt profitieren.

Strategie

Die Strategie der Walt Disney Company fokussiert sich in erster Linie auf die Produktion skalierbarer Inhalte und deren anschließender Vermarktung. Die Produktionen sind stets so konzipiert, dass diese ein breites Publikum ansprechen und somit einen potenziell hohen Bekanntheitsgrad erreichen können. Das Publikum soll positive Erinnerungen an die jeweiligen Inhalte haben und sich gerne mit diesen identifizieren wollen, woraus die bereits erwähnte Skalierbarkeit resultiert und was auch der Grund ist, weshalb Walt Disney kleine Nischen oder negativ assoziierte Genre, wie Horror oder Thriller, meidet. Eine hohe Reichweite und Wiedererkennungswert sind für das Geschäftsmodell Disneys essentiell. Bei Bedarf akquiriert Walt Disney auch vielversprechende Studios, die in das Anforderungsprofil passen und deren Inhalte durch Walt Disney skaliert werden können.

Die jeweiligen Produktionskosten können in der Regel bereits an den Kinokassen erlöst werden, so dass Walt Disney von den Einnahmen weiterer Vertriebswege überproportional profitieren kann. Die Integration in die Themenwelten der Vergnügungsparks lässt beispielsweise die Attraktivität gegenüber dem Besucher steigen, so dass diese gewillt sind, höhere Eintrittspreise zu zahlen. Auch der Streamingdienst Disney+ gewinnt mit jedem weiteren Film an Attraktivität und zieht damit zusätzliche Abonnenten an. Auch auf Disneys eigenen Kabelkanälen werden die Inhalte gezeigt, wodurch das Unternehmen Einnahmen aus Werbeverträgen erzielt. Zuletzt profitiert Walt Disney auch durch die Lizenzierung seiner Inhalte gegenüber dritter. Das können beispielsweise Hersteller von Fanartikeln oder Spielehersteller, wie Hasbro oder auch Electronic Arts, sein. Insbesondere die letzte Kategorie ist für Walt Disney sehr interessant, da man durch die Lizenzierung keine eigenen Kosten hat, jedoch von dritten bezahlt wird, dass diese so gesehen für Walt Disney Werbung machen dürfen. 

Durch die Vielzahl an Vertriebswegen generiert Walt Disney nicht nur sehr hohe Cashflows, sondern sorgt auch dafür, dass deren Inhalte stetig bei den Verbrauchern präsent sind. Über dieses Vermarktungskonzept hat es Walt Disney zu einer der einflussreichsten Marken der Welt gebracht, woraus letztlich der Erfolg des gesamten Konzerns resultiert.

Management

Walt Disney hat mit Bob (Robert) Iger einen sehr prominenten CEO und Chairman of the Board, weshalb wir auf dessen Person in unserer Analyse besonders eingehen wollen. Bob Iger ist bereits seit 2005 CEO des Walt Disney Konzerns und hat in seiner Amtszeit einige richtungsweisende Entscheidungen getroffen, die ihm viel Ruhm eingebracht haben. Er zählt heute zu den renommiertesten CEOs an der Wallstreet, hat für seine Arbeit viele Auszeichnungen erhalten und war unter anderem in wirtschaftlichen Fragen in beratender Funktion für den ehemaligen Präsidenten Obama tätig.

Die erste populäre Entscheidung von Bob Iger war die Übernahme des Animationsstudios Pixar für 7,4 Milliarden Dollar Anfang 2006. Während sich der Disney Nachfahre Roy E. Disney erfreut über diese Übernahme zeigte, gab es auch einige kritische Stimmen, Disney solle sich auf seine eigenen Animationsstudios konzentrieren. Die anschließenden Erfolge gaben Bob Iger jedoch recht und so verstummten die kritischen Stimmen.

Einer seiner größten Erfolge war die anschließende Übernahme des Marvel Franchise 2009, für das Walt Disney insgesamt 4 Milliarden Dollar gezahlt hat. Nicht inbegriffen waren seiner Zeit die Rechte an den X-Men sowie Spiderman. Bereits 2014 konnte Walt Disney mit anschließenden Filmen des Marvel Universums den Kaufpreis wieder einspielen. Seit der erfolgten Übernahme belaufen sich die Erlöse des Marvel Franchise an den weltweiten Kinokassen auf mehr als 20 Milliarden Dollar. Merchandise, weitere Vermarktungen und Nicht-Kino Spin-Offs sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Mit der Übernahme von Lucasfilm gelang Bob Iger 2012 ein nächster Coup; für ebenfalls vier Milliarden Dollar konnte Walt Disney die Rechte am vielversprechenden Star Wars Franchise bekommen. Mit der erst kürzlich erfolgten Übernahme von 21th Century Fox gelang Bob Iger nun der größte Deal der Firmengeschichte, welche sich jedoch zunächst beweisen muss. Bereits jetzt zeichnet sich jedoch ab, dass die zusätzlichen Inhalte besonders für den Streamingdienst Disney+ von großem Wert sind.

Bob Iger war und ist trotz seines großen Erfolgs nicht unumstritten. In 2018 belief sich dessen Gehalt auf sagenhafte 66 Mio. Dollar, was man dem folgenden Artikel oder den SEC Filings entnehmen kann. Dies rief etliche Kritiker auf den Plan. Kritisch kann man die ungleiche Incentivierung bei Übernahmen sehen. In solchen Jahren stieg, wie nach der Fox-Übernahme, seine Gesamtvergütung deutlich an, obwohl sich der finanzielle Mehrwert für die Altaktionäre erst zeigen muss. Da sich sein Gehalt jedoch am Erfolg seiner Leistung respektive des Gesamtkonzerns bemisst und er in der Vergangenheit sehr kluge Akquisitionen getätigt hat, glauben wir jedoch trotzdem an einen Mehrwert für den Gesamtkonzern. Schließlich hat Bob Iger Walt Disney zu der derzeitigen Dominanz geführt und würde bei einer weiterhin erfolgreichen Geschäftsentwicklung deutlich profitieren.

Newsletter

Trage dich in den Junge Investoren Newsletter ein, um keine Analyse mehr zu verpassen!

Quantitative Analyse

Umsatz- und Gewinnentwicklung


Die Umsatzentwicklung von Walt Disney wirkt aktuell wenig spektakulär, wenn man berücksichtigt, dass der Anstieg 2019 durch die Fox-Übernahme begründet war. In den Vorjahren sorgte besonders das schwächelnde Kabel- und Übertragungsgeschäft für Stagnation, welches nach wie vor für ca. 35% der Umsätze von Disney steht.


2009 lag dieser Anteil noch bei 45%, was aus der obigen Grafik hervorgeht. Die Umsätze aus den Bereichen Parks, Resorts und Lizenzprodukte konnten innerhalb der letzten 10 Jahre verdoppelt werden und sind umsatzmäßig mittlerweile der wichtigste Bereich von Disney. Durch die vollständige Übernahme von Hulu und Hotstar, sowie den eigenen Angebote ESPN+ und Disney+, wurde praktisch ein neues Segment innerhalb von Disney gegründet, welches nun „Direct to Consumer & International“ genannt wird und bereits signifikant zum Umsatz beiträgt. Dieser Bereich soll zukünftig fallende Umsätze des traditionellen Kabelgeschäfts bestenfalls überkompensieren.


Bis 2018 konnte man eine relativ konstante Ergebnisentwicklung beobachten, welche durch die Übernahme von Fox begründet werden kann. Trotzdem summieren sich die Gewinnsteigerungen des Unternehmens auf 12,2% jährlich, was deutlich über dem Umsatzwachstum liegt. Mit 13,6% liegt die Entwicklung je Aktie sogar leicht höher, was sich mit den hohen und kontinuierlichen Aktienrückkäufen begründen lässt, welche wir später noch genauer betrachten werden.

Betrachtet man jedoch nur die Jahre 2018 und 2019, so erkennt man klar den Einfluss der Fox-Übernahme. Das Jahresergebnis reduzierte sich absolut betrachtet um 17,1%. Je Aktie reduzierte sich das Ergebnis jedoch um 25%! Bei der Übernahme wurde den Altaktionären von Fox, neben einer Cashzahlung, Aktien von Disney angeboten, welche nun die Gewinne des Gesamtkonzerns verwässern. Die Übernahme macht sich somit für die früheren Disney-Anteilseigner noch nicht positiv bemerkbar. Trotzdem muss man diese Übernahme eher langfristig betrachten, da Disney durch diesen Deal ihre Vormachtstellung durch die Übernahme eines großen Konkurrenten quasi zementieren und sogar ausbauen konnte, wie wir es bereits weiter oben ausgeführt haben.

Cashflows


Erfreulicherweise konnte man bis zum Jahr 2018 fast wie mit dem Lineal gezogene Steigerungen des operativen und freien Cashflows beobachten. Dies unterstreicht die Nachhaltigkeit und Planbarkeit des Geschäftsmodells, welches besonders dem Kabelgeschäft zuzuordnen ist. Bedingt durch hohe Ramp-Up Kosten in Bezug auf Disney+, ihre weiteren Streamingaktivitäten, sowie die Integration von Fox, liegen die Cashflows im Jahr 2019 deutlich unter den Werten des Vorjahres. Dieser Trend kann sich unserer Meinung nach durch den anhaltenden Investitionsdruck durchaus fortsetzen und wurde zudem in einem gewissen Rahmen vom Unternehmen bereits kommuniziert. Die Entwicklung der Vergangenheit wird somit vorerst unterbrochen.

Trotzdem gehen wir davon aus, dass sich diese Investitionen zukünftig auszahlen werden und in einem gewissen Maße notwendig sind, da man unserer Meinung nach relativ spät seine Strategie in Richtung Streaming auf eigenen Plattformen ausgerichtet hat und somit nichtgetätigte Investitionen aus der Vergangenheit nachholen muss.

Dies hat zudem bereits Einfluss auf die Entwicklung der Dividenden- und Aktienrückkaufspolitik, wie man folgend sehen kann.


Walt Disney hat in den zurückliegenden Jahren eine relativ aggressive Ausschüttungspolitik verfolgt. Aktienrückkäufe und Dividenden lagen in Summe oft über dem zur Verfügung stehenden Free-Cashflow des Unternehmens, was jedoch durch die sehr gute fundamentale Basis unterfüttert war. Durch die Übernahme von 21th Century Fox sind die Verbindlichkeiten des Unternehmens jedoch stark angestiegen, deren Rückführung nun durch Vorgabe des Managements Priorität hat. Die Aktienrückkäufe wurden in 2018 bereits stark reduziert, ehe diese in 2019 gänzlich ausgesetzt wurden. Auch die Dividende pro Aktie wurde für 2020 lediglich beibehalten, was durch die gestiegene Anzahl ausstehender Aktien zu einer absolut höheren Dividendenausschüttung führt. Die freigesetzten Mittel sollen neben der Schuldentilgung auch für die hohen Anlaufkosten des globalen Rollouts von Disney+ verwendet werden, so dass eine Dynamisierung der Dividendenausschüttung erst mittelfristig wieder zu erwarten ist. Das Management agiert damit jedoch in unserem Sinne, da die liquiden Mittel intern für vielversprechende Investitionen in das operative Geschäft verwendet werden und wir dadurch, als Anteilseigner, langfristig von der Wertsteigerung des Unternehmens profitieren dürften.

Bilanzkennzahlen


Wie wir anhand der obigen Grafik sehen können, hat Walt Disney auch nach der erfolgten Übernahme von Fox ein unbedenkliches Verschuldungsniveau und unterstreicht damit deren gute fundamentale Basis. Zukünftig sollen die Verbindlichkeiten jedoch wieder auf das durchschnittliche Niveau der vergangenen Jahre reduziert werden, womit sich Walt Disney seine Solidität bewahren möchte. Die Ratingagenturen haben die Kreditwürdigkeit von Walt Disney wegen der Übernahme von Fox zuletzt von A+ auf A herabgestuft. Damit gilt das Unternehmen nach wie vor als „sichere Anlage“, dessen Rating mittelfristig durch die geplante Reduzierung der Verbindlichkeiten wieder auf A+ angehoben werden dürfte. Die zuvor angesprochen hohen Beträge für Aktienrückkäufe und Dividendenausschüttungen, insbesondere in der Zeit von 2014 bis 2017, haben sich augenscheinlich nicht negativ auf die Verschuldung des Unternehmens ausgewirkt.

Rentabilität


Im Verlauf der letzten 10 Jahre konnte Disney die Margen leicht steigern, so dass die operative Marge nun bei über 20% liegt. Seit 2016 ist diese jedoch deutlich zurückgegangen, was insbesondere an der Übernahme von Fox und den vorangegangenen Konzernumbau in Richtung Streaming begründet liegt.

Wie man weiter oben gesehen hat, ist besonders das traditionelle Kabelgeschäft die Cashcow des Konzerns, welches mit ca. 30% die höchste operative Marge aufweist und somit deutlich über dem Konzernschnitt liegt, jedoch rückläufige Umsätze aufweist, welche durch das aktuell noch defizitäre Streaminggeschäft nicht kompensiert werden können.

Genau deshalb erwarten wir in den nächsten Jahren keine deutlichen Verbesserungen auf alte Hochs, da Nutzerwachstum vor operativer Performance gestellt wird und eine Profitabilität in diesem Segment, wie bereits erwähnt, erst 2024 erwartet wird.


Bei der Betrachtung der Eigen– und Gesamtkapitalrendite ergibt sich ein ähnliches Bild. Durch die Übernahme von 21th Century Fox hat sich sowohl das Eigen- als auch das Gesamtkapital signifikant erhöht, ohne dass die Gewinne gleichermaßen gestiegen sind. Erst 2021 soll sich die Übernahme positiv auf die Gewinnentwicklung auswirken, nach abgeschlossener Integration in das Ökosystem Walt Disneys, so dass erst mittelfristig und in Verbindung mit der erfolgreichen Umsetzung von Disney+ mit einer steigenden Rentabilität zu rechnen ist. Die dafür notwendigen Prozesse hat Walt Disney bereits angestoßen, deren Entwicklung es nun zu beobachten gilt.

Renditeerwartung

Während wir die Renditeerwartung unserer Analysen in der Regel auf einer ganzheitlichen Geschäftsentwicklung aufbauen, werden wir bei Walt Disney insbesondere auf die jeweiligen Geschäftsbereiche und deren potenzielles Segmentwachstum eingehen. Damit möchten wir auf die unterschiedlichen Entwicklungen reagieren und entsprechend deren Auswirkungen herausstellen.

Um das potenzielle Wachstum des Bereichs Direct-to-Customer & International auszuloten, haben wir Annahmen für die Anzahl jeweiliger Abonnenten bis Ende 2024 getroffen. Wie immer bauen wir das neutrale Szenario auf den uns bislang bekannten Daten auf; in dem Fall auf den von Walt Disney kommunizierten Zielen. Multipliziert mit den Preisen eines Jahresabonnements ergibt sich der Umsatz dieses Segments in 2024, woraus wir das jährliche Wachstum ableiten. Nimmt man die kurzfristige Entwicklung von Disney+ als Maßstab, laut Medienberichten schätzen Analysten die Anzahl der abgeschlossenen Subscriptions auf 25 Millionen, wirkt das von Walt Disney kommunizierte Ziel recht konservativ.

Das Segmentwachstum haben wir im neutralen Szenario aus dem vergangenen Jahr fortgesetzt, wobei wir das Wachstum für Studio Entertainment leicht nach unten korrigiert haben. Nach dem äußerst erfolgreichen Kinogeschäft in 2019 ist es unserer Meinung nach nicht zu erwarten, dass Disney in diesem Segment gleichermaßen weiter wächst. Auch fehlt bislang ein potenzieller Kandidat, der den Erfolg von Avengers – Endgame wiederholen könnte. Schlussendlich wird auch interessant sein, ob die anderen Geschäftsbereiche das Negativwachstum der Sparte Media Networks auffangen können. Insgesamt resultieren diese Wachstumsannahmen in einem Gesamtumsatzwachstum von 4,8%, 1,2%, bzw. 8,9%, welche wir absichtlich eher konservativ sind.

Wie wir bei den Annahmen der Margen sehen können, ist die Sparte Media Networks nach wie vor die profitabelste des Unternehmens, womit es nicht ausreicht, das Negativwachstum 1:1 auszugleichen, um gleichwertige Gewinne zu erzielen. Wir zielen dabei besonders auf mögliche Kosteneinsparungen ab, welche für eine mindestens konstante Marge in ihrem traditionellen TV-Geschäft sorgen kann. Für den Bereich Streaming haben wir im neutralen Szenario bis Ende 2024 die Profitabilität unterstellt, die im negativen Szenario nicht erreicht wird. Auch hier weisen wir dies bezüglich auf die kurzfristigen Erfolge von Disney+ hin, weshalb das negative Szenario unserer Meinung nach nur eine geringe Wahrscheinlichkeit hat. Sollte sich das kurzfristige Userwachstum auch mittelfristig bestätigen, sind bis Ende 2024 auch höhere Margen denkbar.

Mit diesen Parametern und einem KGV-Multiple ermitteln wir die jeweiligen Kursziele bis Ende 2024. Die Anzahl ausstehender Aktien sollte sich in dem Zeitraum nicht erheblich verändern, da Walt Disney laufende Aktienrückkäufe ausgesetzt hat und die operativen Cashflows zur Schuldenreduzierung sowie für notwendige Investitionen des globalen Launch von Disney+ verwendet. Lediglich im optimistischen Szenario können wir uns leichte Rückkäufe in Höhe von 1% p.a. vorstellen, die auf Basis des heutigen Aktienkurses immerhin ein Gesamtvolumen von knapp 13 Mrd. ausmachen würden.

Das Ergebnis unserer Renditeerwartung unterstreicht die zuletzt angestiegene Bewertung des Unternehmens und der bereits eingepreisten Fantasie hinsichtlich Disney+. Das Umsatzwachstum würde sich im neutralen Szenario auf +4,8% p.a. belaufen, auf dessen Grundlage wir ein Kursziel in Höhe von 174,07$ ableiten. Angesichts des heutigen Aktienkurses wäre das eine durchschnittliche Rendite von ca. +3,5% p.a. zzgl. Dividenden.

Sehr gute Kursrenditen sind mit den von uns getroffenen Annahmen und des derzeitigen Aktienkurses erst möglich, sollte sich Walt Disney über ihren eigenen Prognosen entwickeln können, beispielsweise durch signifikant schnelleres Wachstum bei der Anzahl abgeschlossener Abonnements von Disney+. Unsere Annahmen des positiven Szenarios würden ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 8,3% erwarten lassen, die daraus resultierende Renditeerwartung liegt bei etwa 16% p.a. und einem Kursziel in Höhe von 307,69$ bis Ende 2024.

Unsere Renditeerwartung zeigt jedoch im negativen Szenario auch, dass die derzeit hohe Bewertung auch ein Risiko darstellt, sollten sich die hohen und zum Großteil bereits eingepreisten Erwartungen nicht bestätigen. Das Umsatzwachstum stagniert mit knapp einem Prozent, unsere negative Renditeerwartung liegt in dem Fall bei etwa -10% p.a.

Zusammenfassung

Chancen und Risiken

  • Geschäftsmodell – Walt Disney gehört zu den weltweit bekanntesten Marken, deren hohe Ertragskraft aus der mehrfachen Monetisierung ihrer Inhalte resultiert. Das Unternehmen hat in beinahe 100 Jahren eine qualitativ sehr hochwertige Bibliothek an zeitlosen Filmen aufgebaut, die mehrere Generationen begeistert und geprägt haben. Der Bekanntheitsgrad vieler dieser Filme ist der Schlüssel zu weiteren Vermarktungsmöglichkeiten, die Walt Disney über viele Jahre hinweg zu ganzen Geschäftsbereichen ausgebaut hat. Der größte Geschäftsbereich ist der Betrieb von Vergnügungs- bzw. Themenparks, in denen Fans ihre Lieblingscharaktere treffen und Merchandising Produkte erwerben können. Die umfangreiche Lizenzierung der jeweiligen Inhalte ist ein weiterer Geschäftsbereich, der nicht nur finanziell besonders lukrativ ist, sondern durch die andauernde Präsenz auch die Popularität der eigenen Marke steigert. So ist es nahezu unmöglich, durch einen Supermarkt zu laufen, ohne mit dem Disney Franchise konfrontiert zu werden.
  • Marktanteil Kinogeschäft – Walt Disney hat spätestens seit der erfolgten Übernahme von 21th Century Fox eine dominante Marktposition im Kinogeschäft, beinahe 40% der Domestic Kinoerlöse sind dem Walt Disney Konzern zuzuschreiben. Daraus entsteht eine starke Verhandlungsgrundlage gegenüber Kinobetreibern, weshalb Walt Disney gegenüber seinen Konkurrenten höhere Beteiligungen an den erzielten Ticketerlösen verlangen kann. Der hohe Marktanteil unterstreicht außerdem die andauernde Beliebtheit der Disney Produktionen, von denen 6 im vergangenen Kalenderjahr mehr als 1 Milliarde Dollar einspielen konnten und sich gleichmäßig auf die jeweiligen Studios verteilen. Eine weitere Steigerung der Marktanteile halten wir jedoch eher für unwahrscheinlich, zumal Disney in den kommenden Jahren die Lücken der vergangenen Blockbuster erst füllen muss.
  • Streaming – Walt Disney hat erst kürzlich seinen eigenen Streamingdienst Disney+ gelauncht, der sukzessiv über einen Zeitraum von 2 Jahren global etabliert werden soll. Damit reagiert Walt Disney auf das sich stark wandelnde Konsumverhalten. Disney+ hat wegen der bereits bestehenden Bibliothek qualitativ hochwertiger Filme einen signifikanten Vorteil gegenüber der Konkurrenz, welche zudem deutlich zeitloser als Inhalte der Konkurrenz sind. Obwohl Walt Disney auch Exklusivinhalte für seinen Streamingdienst produziert, sind die meisten Inhalte bereits seit Jahren abgeschrieben, so dass die laufenden Betriebskosten, nach Abzug anfänglicher Investition für die technische Umsetzung, relativ gering sein dürften. Das ermöglicht Walt Disney nicht nur, einen geringeren Preis für seinen Streamingdienst aufzurufen, sondern auch eine langfristig höhere Profitabilität zu erzielen. Jedes zusätzlich abgeschlossene Abonnement dürfte sich demnach überproportional auf den Free-Cashflows auswirken. Der Service erfreut sich zudem hoher Beliebtheit. Bereits am ersten Tag meldeten sich über 10 Mio. Nutzer an. Auch wenn davon wegen Werbeaktionen nicht alle Nutzer sofort bezahlen, so zeigt dies die enorme Markenmacht von Disneys Franchises, so dass die Schätzungen von 60-90 Mio. weltweite Nutzer bis Ende 2024 mehr als konservativ wirken.
  • Integration von Fox – Walt Disney hat Anfang 2019 große Anteile der 21th Century Fox übernommen. Diese Übernahme war mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von 71 Milliarden US-Dollar die größte Akquisition der Firmengeschichte, welche nun in das bestehende Unternehmen integriert werden muss. Der hohe Kaufpreis relativiert sich durch Auflagen der Kartellbehörden noch ein wenig, da Walt Disney nicht sämtliche erworbenen Anteile behalten durfte und daraus resultierend Verkaufserlöse, u.a. für Sky oder die regionalen Sportnachrichtensender, erhalten hat. Walt Disney und Bob Iger müssen nun beweisen, dass auch die Inhalte von 21th Century Fox gut in das bestehende Produktportfolio passen und das daraus resultierende Potenzial gehoben werden kann. Die vergangenen Übernahmen von Pixar, Marvel oder Lucasfilm machen in der Hinsicht Mut. Auch bilanziell muss Walt Disney eine Übernahme dieser Größenordnung zunächst verdauen, weshalb zukünftige Cashflows insbesondere auch zur Schuldentilgung gebunden sind.
  • Vielseitige Konkurrenz – Bei der Peergroup-Analyse hat sich herausstellt, dass Disney nicht allein gegen andere Streaming- und TV-Anbieter oder Contentproduzenten antritt. Sie müssen sich gegen die gesamte Unterhaltungsbranche beweisen, da jeder Kunde nur begrenzt Freizeit hat. Dort warten mittlerweile auch Schwergewichte wie Tencent, Google, Amazon und Microsoft, welche auch zunehmend in angrenzende lukrative Bereiche diversifizieren. Gerade Gaming und interaktive Medien stellen eine große Konkurrenz für Disney dar. Auch hier mischen sie jedoch zumindest indirekt mit. Durch Lizenzverträge mit EA werden beispielsweise Spiele wie Star Wars Jedi Fallen Order oder Star Wars Battlefront produziert, welche sich meist gut verkaufen und zudem ihre Franchises ohne eigenes Investment bekannter macht und Zusatzeinnahmen generiert. Möglicherweise besteht hier nach vollständiger Integration von Fox weiteres Potenzial diesen Bereich auszubauen.
  • Bilanz – Walt Disney hat auch nach der erfolgten Übernahme von 21th Century Fox ein unbedenkliches Verschuldungsniveau. Durch die hohe Ertragskraft des operativen Geschäfts sowie der geplanten Rückführung der Finanzverbindlichkeiten bewahrt sich das Unternehmen seine Solidität. Gegenüber vielen Konkurrenten besitzt Walt Disney einen signifikanten Vorteil, da diese oft hoch Verschuldet sind und daraus resultierend nur wenig Spielraum für größere Investitionen haben. Walt Disney hat diese finanzielle Flexibilität und kann so u.a. den globalen Rollout von Disney+ finanzieren, womit mittelfristig weiteres Ertragspotenzial geschaffen wird.

Fazit

Wir halten Walt Disney für ein spannendes Unternehmen der Medien- und Unterhaltungsbranche, welches insbesondere durch seine Bibliothek zeitloser Inhalte hervortritt. Diese haben weltweit Millionen von Menschen erreicht und dafür gesorgt, dass Walt Disney heute zu den renommiertesten Unternehmen der Welt gehört.

Der Unterhaltungssektor ist insgesamt sehr kompetitiv, da die Unternehmen um die begrenzte Freizeit eines jeden Einzelnen kämpfen müssen. Obwohl Walt Disney mit Disney+ erst recht spät in den Streamingsektor eingestiegen ist, zeigt deren rasantes Nutzerwachstum die Reichweite und Beliebtheit deren hochwertigen Inhalte und unterstreicht einmal mehr die hervorragende Stellung im Markt.

Die Bewertung von Walt Disney ist im vergangenen Jahr stark angestiegen und ist überwiegend durch den erst kürzlich erfolgten Launch von Disney+ begründet. Mit Disney+ reagiert Walt Disney auf das sich verstärkt ändernde Konsumverhalten der Menschen, die hochwertige Inhalte sowohl zeitlich als auch örtlich flexibel anschauen wollen.

Walt Disney liefert diese Inhalte und konnte so bereits in kurzer Zeit sämtliche Erwartungen übertreffen. Das derzeit hohe Kursniveau von Walt Disney impliziert jedoch, dass bereits viel Fantasie eingepreist ist, was auch durch unsere Renditeerwartung bestätigt wird. Für zweistellige Renditen der Aktie muss Walt Disney stärker überraschen, was wir wegen der angesprochenen Qualitäten durchaus für möglich halten. Rückschläge stellen jedoch ein hohes Risiko in Bezug auf die Bewertungsmultiples dar, so dass man sich bei einem Kauf auf derzeitigem Kursniveau dessen bewusst sein sollte.

Thorben Grabinski
Letzte Artikel von Thorben Grabinski (Alle anzeigen)
Felix Alexander Müller

Vor und zur Veröffentlichung dieses Beitrags hält mindestens einer der Autoren Aktien des analysierten Unternehmens.

Angaben gemäß §34b WpHG
Vom Betreiber dieser Webseite sowie von deren Autoren gehandelte Aktien, ETFs, P2P-Kredite und Fonds sind immer mit Risiken behaftet. Alle Texte sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen. Alle zur Verfügung gestellten Informationen (alle Gedanken, Prognosen, Kommentare, Hinweise, Ratschläge etc.) dienen allein der Bildung und der privaten Unterhaltung. Eine Haftung für die Richtigkeit kann in jedem Einzelfall trotzdem nicht übernommen werden. Sollten die Besucher dieser Seite sich die angebotenen Inhalte zu eigen machen oder etwaigen Ratschlägen folgen, so handeln sie eigenverantwortlich.

6 Kommentare zu “Walt Disney: Aktienanalyse”

  1. Kompliment für Eure Analyse auch ad DIS.

    Die Corona-Krise zeigt erneut, dass es aus Anlegersicht relevant ist, in welchen Branchen auch top Unternehmen tätig sind. Jede Wirtschaftskrise betrifft die Allgemeinheit und damit den nichtessentiellen Konsum wie ihn DIS bedient. Da nützt dann auch ein substanzieller moat infolge kompletter wie guter Wertschöpfung erst mal nichts, wie DIS ihn, wie Ihr herausgearbeitet habt, hat. Und die Umstände treffen DIS, auch vs. ihrer nur online tätigen Wettbewerber, dieses Mal unvermittelt und damit tragischerweise besonders. [– Womit ich rein online-basierten Geschäftsmodellen gewiss kein geringeres (Ausfall-)Risiko zuschreiben will)

    Man sollte zwecks Vermeidung von Mentalstress, den man in einer Krise ohnehin schon mehr als genug bekommt, mit solchen zyklischen Unternehmen m.E. dann grundsätzlich besser nicht eine Krise durchhalten wollen, sondern schauen, dass man sich in oder ausgangs einer Krise ggf. dort neu oder aber (zunächst) in Krisengewinner positionieren kann.

    Chartoptische Fingerzeige helfen zur Verlustbegrenzung gemeinhin, wie es sie bei DIS um 120 USD (mit der Unterstützung durch die Hochs der 4-jährigen Konsolidierung seit 2015) gab und was ex Krise wahrscheinlich zum Tragen gekommen wäre. Oft gibt es bei solchen Unternehmen im Zuge einer bear market rally noch einen pullback in Richtung der gerissenen Unterstützung; inwieweit man den ausreizt, ist natürlich die Gretchenfrage.

    Tragisch für DIS-Aktionäre ist auch die kurz vor der Krise strapazierte Bilanz; zumal im Kontext mit Iger’s Entsagung hernach unmittelbar vor der Pandemie. Allerdings sollte man generell Unternehmen skeptischer begegnen, expandieren sie erst spät in in einem allgemeinen Aufschwung (ein Punkt, in dem ich leider auch mit mir ins Gericht zu gehen habe).

    1. Hallo Investival,

      schön von Dir zu hören! Vielen Dank für deinen Kommentar, der durchaus zum Nachdenken anregt. Ich persönlich sehe die Situation mit gemischten Gefühlen, da Walt Disney kurzfristig erheblich unter der Situation „Covid-19“ leidet und wohl auch im Nachgang leiden wird, beispielsweise durch eine stark ansteigende Arbeitslosigkeit.

      Auf der anderen Seite bin ich nach wie vor absolut von diesem Unternehmen und dessen Qualität überzeugt. Auch Iger sehe ich nicht sehr kritisch, ich persönlich halte ihn sogar für einen hervorragenden Manager, der auch nach wie vor für Disney tätig ist. Die Verschlechterung der Bilanz kann gerade in der jetzigen Situation durchaus kritisch gesehen werden; die Übernahme selbst war dennoch nicht unklug aus meiner Sicht. Disney+ hat bereits über 50. Mio. zahlende (!) Abonnenten erreicht, was deutlich über dem gesteckten Ziel von 60-90 Mio. bis Ende 2023/24 liegt. Das dürfte ohne die Inhalte von 20th Century Fox nicht so schnell möglich gewesen sein. Positiv hat sich in dem Sinne auch das Corona-Virus ausgewirkt, das viele in ein Abo „getrieben“ hat. Von vielen Leuten höre ich jetzt: „ach ist doch ganz cool und für 6-7€ im Monat…“.

      Wie gehe ich jetzt weiter vor? Für einen Nachkauf halte ich Disney für (schon wieder) zu teuer bezüglich deren kurz- bis mittelfristigen Aussichten. Verkaufen werde ich meine Anteile jedoch auch nicht, da ich langfristig von Disney überzeugt bin. Mich nimmt die Situation Mental bislang gar nicht mit, was mich selbst ein wenig überrascht hat, ist ja schließlich mein erster Crash an der Börse und nutze diesen eher, günstig kaufen zu können.

      Positionen baue ich aktuell bei Wunschtiteln auf, die nun endlich günstiger zu haben sind/waren. Stryker habe ich so ziemlich am Tiefpunkt erwischt und auch bei Alphabet konnte ich schon eine gute Position aufbauen. Insbesondere bei Alphabet werde ich weiter nachkaufen, sollten die sich bei 1.100$ bewegen. Tech war lange Zeit in meinem Depot unterrepräsentiert und wird nun so langsam hochgefahren.

      VG Thorben

  2. Hallo Thorben,

    der Punkt bei Disney ist einfach, dass dessen der Konkurrenz überlegene Wertschöpfung – weshalb sicher viele in Disney investierten – infolge gewachsener horizontaler Diversifikation durch die Pandemie einen »anlagepsychologischen« Knacks bekommen hat, quasi ein Sandsturm in dessen Burggraben hinein wehte. Disney kann seinen Substanz- und Kreativ-Vorteil auf Sicht kaum mehr in der bisherigen Breite verwerten; der Appeal eines top Unternehmens, welches »1:1« im Internet wie in der realen Welt verankert ist, ist nicht mehr (so) sexy.

    Freilich generieren sich nun Nachholbedarfe; indes ist es offen, ob die Dinge in den Kinos und Parks jemals wieder so unbeschwert-vergnüglich sprich einträglich laufen werden wie bislang.
    Zudem wird sich der gemeine Konsument wahrscheinlich auch nach einer allgemeinen Lockerung noch eine Weile die Taschen zuhalten (müssen), sich mit dem Streaming-Abo begnügen (müssen).

    Gegenstehend, neben dann und wann lancierten, durchaus auch plausiblen Übernahmegerüchten, allerdings die aktuelle Geldsintflut.

    – Kompliment für Dein so es aussieht gutes timing bei Stryker.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass top Unternehmen aus dem healthcare sector im Zuge dieser weltweiten Pandemie-Erfahrung bzw. in der nächsten Hausse nachhaltig auf die Agenda nicht nur internationaler Großanleger rücken; u.U. zulasten von big tech, welches die letzte Hausse prägte.

    1. Hallo Investival,

      viele der von dir genannten Punkte sehe ich ähnlich. In einer vollkommen neuen Situation hat sich gezeigt, dass viele Offline-Geschäftsmodelle nicht nur gegen mögliche Online-Konkurrenten bestehen müssen, sondern zudem auch anderen Risiken, wie der aktuellen Pandemie, ausgesetzt sind.
      Dass Disney nun in einem solchen Ausmaß betroffen sein könnte, war zumindest mir bis Anfang des Jahres nicht bewusst, da ich Pandemie-Szenarien wenn überhaupt eher untergeordnet in meinen Risikobewertungen berücksichtigt habe. Der Hebel bei Disney lag in großen Teilen in ihrer eigenen Content-Wertschöpfungskette, welche nun in großen Teilen brach liegt.

      FY20/21 werden somit sehr wahrscheinlich deutliche Spuren dieser Entwicklung zeigen und so für Langfristanleger möglicherweise Chancen bieten.

      Denn meine Schlussfolgerung bleibt insgesamt eher optimistisch. Auch wenn Disney nun stark betroffen ist und momentan nicht all ihre Stärken ausspielen kann, wird es auch eine Zeit nach Corona geben, in der die Menschen ähnliche Bedürfnisse wie vor der Krise haben werden. Zudem gehe ich davon aus, dass das eigene Management selbst aus dieser Situation ihre Learnings zieht und zukünftig Ressourcen in den Bereichen bündelt, welche sich auch online/krisenunabhängiger besser skalieren lassen.
      Denn man darf nicht vergessen, dass die wichtigen Lizenzen und Franchises weiterhin im Besitz von Disney liegen und auch über neue, bisher nicht umgesetzte Geschäftsmodelle weiter monetarisiert werden können.

      Denn so sehr der Healthcare-Sektor zukünftig profitieren mag, so wenig sehe ich dort aktuell große Einstiegschancen. Attraktive Kursniveaus fand man in dieser Branche maximal eine Woche, bevor dieser Bereich wieder größtenteils drehte. Anders als bei Tech fehlt mir dort stärkeres Umsatzwachstum in der breiten Masse, welche stark steigende Kurse auch fundamental tragen würde, ohne hauptsächlich auf eine Bewertungsexpansion abzuzielen.

      Viele Grüße
      Felix

  3. Ich sehe bei Disney keine Nachholeffekte jedoch auch kein Leiden im Nachgang.

    Keine Nachholeffeke, da das Disney Geschäft in allen 4 Bereichen „Zeit“ ist.
    Kein Leiden im Nachgang, da ich nicht davon ausgehe, dass sich das Verhalten der Menschen nach Corona ändern wird.

    Bis dahin leidet Disney!

    Studio Entertainment = „Kinogeschäft“= 1/6
    – Menschenansammlung! Damit derzeit kein Kino möglich und auch keine Produktion neuen Content,
    ggf. irgendwann mit Abstandreglungen (schmälert die Marge)
    Parks, Experiences and Products = “Freizeitparks” = 1/3
    – Menschenansammlung! Parks dicht, Kreuzfahrt dicht, ggf. irgendwann mit Abstandreglungen (schmälert die Marge)
    Media Networks = „Fernsehen / Werbung“ = 1/3
    – Aktuell sind die Menschen mehr daheim und lassen sich berieseln. Aber, wenn die Werbebudgets gestrichen werden, leidet auch der Bereich
    Direct-to-Consumer & International = „Streaming Filme + Sport“ = 1/6
    – Bringt noch keinen Gewinn, ggf. durch corona Wachstumsschub und frühere Rentabilität bei Disney+
    – Sport ist auch in großen Teilen aktuell nicht möglich

    Je früher die Corona Zeit um ist, desto höher ist hier das Potential beim derzeitigen Kurs.

    1. Hey LRS,

      ich kann mir vorstellen, dass Disney womöglich bei den Parks auch nachhaltig ein wenig beeinträchtigt wird, sollten sich die Folgen der Corona-Krise in Bezug auf Arbeitslosigkeit länger hinziehen. Vor der Krise hat Walt Disney sehr hohe Eintrittsgelder für die Parks verlangt, die womöglich von der breiten Masse nicht mehr so einfach gezahlt werden können.
      Die starke Marke als auch deren Top Inhalte sollten jedoch dafür sorgen, dass Walt Disney in 2-3 Jahren (spätestens) zu alter Stärke findet.

      VG
      Thorben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.