Depotupdate: Unsere Käufe und Verkäufe in Q4 2019

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Auch wenn das Jahr 2019 und somit auch das letzte Quartal noch nicht ganz vorbei ist, sind unsere Depots bezüglich Positionsveränderungen bereits geschlossen. Für das vierte Quartal von 2019 findet ihr hier unsere Käufe und Verkäufe. Alle vorherigen Depotupdates findet ihr hier.

Einen detaillierten Rückblick des Jahres, die in 2019 erzielte Performance sowie einen Ausblick auf das nun kommende Jahr 2020 werden wir im Januar in separaten Beiträgen veröffentlichen.

Felix‘ Depotveränderungen

Im letzten Quartal von 2019 war ich noch mal recht aktiv, da sich meiner Meinung nach besonders im Oktober einige Gelegenheiten boten, welche ich zur Aufstockung meiner Positionen nutzen wollte. Trotzdem muss ich persönlich sagen, dass generell ein relativ hohes Kursniveau am Markt herrscht, so dass sich viele Unternehmen auf meiner Watchlist immer weiter von meinen gewünschten Kaufkursen entfernen.

Zukäufe

Fabasoft: Der österreichische Anbieter von Cloud- und Datenmanagementanwendungen ist im Oktober in mein Depot gewandert. Mich persönlich hat vor allem die hohe Ertragskraft, jedoch besonders die Beteiligung an Mindbreeze, zu einem Investment bewegt. Mindbreeze bietet mit ihrer Insight Engine Produkte zur Aufsetzung und Optimierung des Wissensmanagements innerhalb von Unternehmen an. Laut Gartner nehmen sie in diesem Bereich eine führende Rolle ein und können dabei besonders durch eine unkomplizierte und schnelle Inbetriebnahme punkten. Unsere Analyse zu Fabasoft findet ihr hier.

Medistim: Kurz vor den Quartalszahlen konnte man Medistim für ca. 150 NOK erwerben. Da ich persönlich von diesem Unternehmen aufgrund ihrer fast einzigartigen Marktposition mit gleichzeitig positiver Umsatz- und Gewinnentwicklung sehr überzeugt bin, habe ich diese Chance zum Nachkauf genutzt. Der direkt folgende Kursanstieg hat mich jedoch selbst überrascht. Trotz einer Bewertung mit dem ca. 40-fachen Jahresgewinn halte ich sie nicht für überteuert. Sie haben gerade in den letzten Monaten wichtige Zulassungen für ihre neueste Produktgeneration in Kanada und Japan erhalten, was beides wichtige Märkte für Medistim sind. Zudem konnten sie in den USA weitere Kunden gewinnen, wovon sie zukünftig von steigenden Lizenzgebühren profitieren werden.

Johnson & Johnson: Aufgrund des Asbest-Skandals im Zusammenhang mit Babypuder litt der Kurs von Johnson & Johnson stark unter den folgenden Klagen. Wie Thorben sehe ich jedoch die Ertragskraft als auch das Finanzfundament, gestützt von ihrem AAA-Rating, weiterhin unerschüttert, so dass ich diese Sondersituation für einen Nachkauf nutzte.

Vetoquinol: Vetoquinol haben wir erst kürzlich analysiert. Ich persönlich finde den Markt für Tierpharmazeutika besonders im Vergleich zur Humanmedizin sehr spannend, da das Klagerisiko und die Zulassungsrisiken und -dauern deutlich geringer ausfallen als in der Humanmedizin. Zeitgleich wird von einem Marktwachstum von 5% jährlich ausgegangen. Viele Unternehmen aus diesem Bereich sind jedoch bilanziell recht aggressiv aufgestellt.
Vetoquinol bietet für mich die Möglichkeit, trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe, in diesen Markt zu einer moderaten Bewertung mit solidem Finanzfundament zu investieren. Unsere detaillierte Analyse von Vetoquinol kannst du hier nachlesen.

Hotel Chocolat: Der Verkaufserlös von Nichols wurde in Hotel Chocolat reinvestiert. Hotel Chocolat kommt mit ihren Expansionsplänen außerhalb Großbritanniens sehr gut voran, wenn man ihren Social Media Aktivitäten folgt. Man betreibt mittlerweile über 10 Geschäfte, inklusive Onlineshop, außerhalb von Großbritannien, weshalb wir davon ausgehen, dass man die selbstgesteckten Ziele wahrscheinlich übertreffen wird. Hier findet ihr unsere Analysen zu Hotel Chocolat, in der wir das Unternehmen detailliert vorstellen.

Verkäufe

Nichols: Ich habe mich von meiner Position bei dem britischen Getränkehersteller Nichols getrennt. Hierfür gab es verschiedene Gründe. Zum einen spielte diese Aktie aufgrund der Gewichtung eine eher untergeordnete Rolle und wurde seit Kauf, trotz Gelegenheiten, nicht aufgestockt. Zum anderen bin ich persönlich nicht von deren Produktportfolio inklusive deren Vertrieb überzeugt. In London waren für mich die Produkte nur schwer zu finden und dann von vielen Konkurrenzprodukten in ebenfalls bunten Flaschen umgeben. Gerade im Retailgeschäft sind exponierte Flächen sehr wichtig. Fevertree zeigt zum Beispiel, dass es auch anders funktioniert. Selbst in Deutschland erhalten sie eigene Regalflächen an gut sichtbaren Stellen. Zudem konnte ich schließlich ihre Produkte probieren und war von den sehr süßen Limonaden von Nichols gar nicht angetan und wirkte auf mich eher beliebig. Mir war hier nicht schlüssig, wie man sich signifikant von der Konkurrenz abheben kann.
Ich muss ein Produkt nicht mögen, um in das produzierende Unternehmen zu investieren. Vielmehr war dies ein ausschlaggebender Punkt, in Kombination mit anhaltend operativen Schwierigkeiten außerhalb Großbritanniens, der mich schließlich zu einem Verkauf bewegte.

Thorbens Depotveränderungen

Das vierte Quartal war an der Börse überwiegend durch positive Markt- und Kursentwicklungen geprägt, so dass es zunehmend schwerer wird, geeignete Investments zu finden. Die Liste potenzieller Unternehmen ist lang, die derzeitigen Bewertungsniveaus laden jedoch nur geringfügig zum Investieren ein. Dennoch konnte ich das letzte Quartal nutzen, um zwei Käufe zu tätigen.

Zukäufe

Johnson & Johnson: Ende Oktober habe ich bei Johnson & Johnson einen Nachkauf getätigt. Der Kurs des Unternehmens ist wegen anhaltend negativer Presse in Bezug auf möglicherweise Krebs erregendes Babypuder unter Druck geraten. Ich lasse mich von den Meldungen nicht beeindrucken, da es sich bei jenen Meldungen überwiegend um verkauftes Babypuder aus den 1970-80er Jahren handelt und es nicht nachgewiesen werden kann, dass das damals verkaufte Babypuder tatsächlich der Auslöser heutiger Krebserkrankungen ist. Auch der Verdacht, aktuell verkauftes Babypuder sei möglicherweise Asbest belastet, wurde durch mehrere unabhängige Labore widerlegt. Johnson & Johnson hat seit jeher die Auflagen der FDA (Food & Drug Administration) erfüllt. Gesprochene Urteile Geschworener werden nun in höheren Instanzen deutlich reduziert und senken somit die unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft Johnson & Johnsons. Das Unternehmen bleibt für mich ein Basis-Investment, welches neben Microsoft zudem das einzige Unternehmen mit einem Triple-A Rating ist. Nachrichten wie diese ermöglichen einem gelegentlich die Chance eines Nachkaufs, die ich in dem Fall sehr gerne wahrgenommen habe.

Vetoquinol: Während der Analyse dieses Unternehmens habe ich zunehmend gefallen an einem potenziellen Investment gefunden und habe entsprechend einen ersten Kauf getätigt. Das Unternehmen agiert in einer vielversprechenden und gleichzeitig robusten Branche, ist dort gut positioniert und wird nachhaltig geführt. Auf die Vorteile dieser Branche hat Felix bereits hingewiesen. Die Familie des Gründers hält nach wie vor etwa 2/3 der ausstehenden Aktien und ist somit an einer kontinuierlich positiven Entwicklung des Unternehmens interessiert. Vetoquinol verfügt über herausragende Rahmenbedingungen, die ihnen in Punkto zukünftiger Investitionsmöglichkeiten signifikante Vorteile gegenüber ihrer Konkurrenz einbringen. Nach meiner Einschätzung bot das Bewertungsniveau ein sehr gutes Chancen- und Risikoverhältnis, womit sich der Aufbau einer ersten Position für mich rechtfertigte. Die detaillierte Analyse könnt ihr hier nachlesen.

Verkäufe

Ich habe im dritten Quartal keine Verkäufe getätigt.

Felix Alexander Müller
Thorben Grabinski

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2 Kommentare zu “Depotupdate: Unsere Käufe und Verkäufe in Q4 2019”

    1. Hallo Sven,
      vielen Dank für dein positives Feedback! Das freut uns sehr und motiviert uns gleichermaßen auch zukünftig hochwertige Inhalte zu veröffentlichen.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Thorben

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