Alphabet: Aktienanalyse

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Alphabet, Analysen 2 Kommentare

Alphabet ist ein global tätiges Technologieunternehmen, welches insbesondere durch deren Suchmaschine „Google“ oder deren Internetplattform „YouTube“, bekannt ist. Das Unternehmen mit Sitz in Mountain View, Kalifornien, ist eines von vieren, welches bislang eine Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar erreichen konnte. Als eines der führenden Technologieunternehmen ist Alphabet in mehreren vielversprechenden Sektoren tätig, so u.a. der künstlichen Intelligenz, digital Payments oder im Bereich des autonomen Fahrens. Mit „Android“ bietet Alphabet zudem das meistgenutzte Betriebssystem auf mobilen Endgeräten, wie Smartphones oder Tablets. Wir haben uns das Unternehmen genauer angesehen und eine Aktienanalyse über Alphabet erstellt.

Alphabet gehört zu den größten börsennotierten Unternehmen weltweit, dessen Marktkapitalisierung auf den enormen Kurssteigerungen der vergangenen Jahre beruht. In den zurückliegenden 10 Jahren ist der Aktienkurs mit durchschnittlich 18,5% pro Jahr gestiegen. Durch unsere Aktienanalyse wollen wir herausfinden, ob sich Alphabet auch in Zukunft positiv entwickeln wird und ob sich ein langfristiges Investment auf derzeitigem Bewertungsniveau anbietet.

Qualitative Analyse

Produkt- und Marktposition

Der globale Werbemarkt hatte 2019 laut eMarketer ein Gesamtvolumen von ca. 665 Mrd. USD, wovon jeweils ca. 50% auf digitales und traditionelles Marketing fallen. Bis zum Jahr 2023 rechnet man mit einem durchschnittlichen Wachstum von 6,5% jährlich, was im Jahr 2023 folglich 856 Mrd. USD entsprechen würde.

Man rechnet jedoch, dass weiteres Wachstum vor allem aus einem Anstieg der digitalen Marketingbudgets stammt, wohingegen traditionelle Werbeangebote weitestgehend stagnieren werden.

Der Anteil an digitalen Werbeausgaben soll durch das jährliche Wachstum von fast 12% folglich auf ca. 60% ansteigen. Traditionelles Marketing bleibt somit weiterhin für viele Geschäftsmodelle relevant und wird zukünftig noch enger mit dem digitalen Marketing verknüpft, um höhere Conversions, also Produktumsätze, zu erzielen. Durch die anhaltende Digitalisierung vieler Geschäftsmodelle werden jedoch digitale Werbebudgets deutlich stärker erhöht, wovon entsprechende Alphabet und seine Peers enorm profitieren werden.

Da Alphabet als eines der größten Unternehmen der heutigen Zeit über 30% Marktanteil im digitalen Werbemarkt besitzt, kann man eine deutliche Dominanz ihrer Produkte erkennen. Fast jeder dritte Dollar, der weltweit in digitale Werbung investiert wird, landet bei Alphabet, da die angebotenen Produktlösungen in der Regel signifikante Marktanteile haben, was es jungen aufstrebenden Unternehmen erschwert, sich im Markt zu etablieren.

  • Google – Die Suchmaschine Google ist das Zugpferd von Alphabet. Mit einem globalen Marktanteil von knapp 90% zeigt sich das „winner takes it all“-Prinzip, welches bei vielen Produkten Alphabets zu beobachten ist. Die Menschen suchen dort wo es viele Inhalte gibt und viele Inhalte gibt es wiederum dort, wo viele Menschen suchen. Über die erhobenen Datensätze kann Google die Suchmaschine monetarisieren, in dem Wissen, dass Unternehmen bereit sind hohe Summen zu zahlen, um bei wichtigen Suchbegriffen an Top-Positionen gerankt zu werden. Die Nutzer schauen sich in der Regel lediglich die ersten 3-5 Positionen an und so ist es für Unternehmen essentiell, entsprechend gerankt zu werden, woraus letztlich eine starke Verhandlungsgrundlage und Preissetzungsmacht pro Google resultiert.
  • YouTube – Die Videoplattform YouTube wurde von Alphabet 2006 akquiriert und ist heute ein weiteres wichtiges Standbein des Konzerns. Mit einem Marktanteil von fast 75% dominiert auch Youtube den Markt von geteilten Videoinhalten und auch hier zählt wieder das „winner takes it all“- Prinzip. Ich lade dort meine Videos hoch, wo diese gesehen werden und ich schaue mir die Videos dort an, wo sie hochgeladen werden. Mit YouTube verdient das Unternehmen wieder Geld durch gezielte Werbeplatzierungen, die den Nutzern vor und zum Teil auch während des Videos angezeigt werden. Erst kürzlich schloss YouTube mit Activision Blizzard einen Exklusivdeal für das Streaming von e-Sports Events ihrer Blockbuster Call Of Duty und Overwatch, was die außergewöhnliche Attraktivität von YouTube als Plattfom verdeutlicht. YouTube kennt seine Nutzer sehr gut und kann so Werbung entsprechend der jeweiligen Zielgruppe platzieren. Die Nutzer sind dazu auch in der Regel dazu bereit, um im Gegenzug die Videoinhalte kostenfrei konsumieren zu können. Für diejenigen, die keine Werbeinhalte betrachten wollen, gibt es wiederum ein kostenpflichtiges Angebot, YouTube Premium, so dass Nutzer vor die Wahl gestellt werden, das Unternehmen jedoch auf jeden Fall Umsätze erzielt.
  • Web-Services – Auch mit seinen Web-Services hat Alphabet signifikante Marktanteile:
    Der Internet-Browser Google Chrome dominiert mit knapp 70% Marktanteil, Google-Mail ist mit knapp 28% der am häufigsten genutzte E-Mail Client und Google-Maps kommt bei Navigationsapplikationen auf starke 67% Marktanteil. Google Drive ist mit knapp 35% Marktanteil die führende Personal-Cloud-Lösung. All diese Lösungen bilden zusammen eine Art Ökosystem, welches das Nutzerverhalten durch Synchronisation sowohl zwischen den einzelnen Applikationen als auch geräteübergreifend erheblich vereinfacht. Durch diesen geschaffenen Mehrwert greifen Nutzer zunehmend zu den Web-Services eines Anbieters, um von dieser Synchronisation und der damit einhergehenden Vereinfachung des Nutzerverhaltens zu profitieren.
  • Ad-Services – Wie wir bereits erwähnt haben erzielt Alphabet einen Großteil seiner Umsätze durch die Platzierung von Werbung. Google hat das Potenzial seiner Daten schon früh erkannt und so wichtige Ad-Services etabliert, zu denen unter anderem Google Analytics, Google AdSense oder Google Ads gehört.

    Betreiber von Webseiten können mit Hilfe von Google Analytics das Nutzerverhalten sowie den Traffic der jeweiligen Webseite messen und analysieren und daraus wichtige Schlüsse ziehen. Wie viele Nutzer zieht die Webseite an, wie lange verbleiben die Nutzer auf dieser und wie viele tätigen u.U. einen Kauf? Der Nutzen von Google Analytics ist essentiell für Gewerbetreibende, was durch einen Marktanteil von knapp 85% unterstrichen wird.
    Mit Google AdSense haben Webseitenbetreiber die Möglichkeit, Werbung auf ihrer Plattform anzeigen zu lassen und darüber Werbeerlöse zu erzielen, während der Werbende seine Produkte effizient und zielgerichtet vermarkten kann. Algorithmen sorgen dafür, dass die Werbung speziell für die jeweilige Zielgruppe geschaltet wird. Der Marktanteil liegt bei über 50%.
    Google Ads (ehemals Google AdWords) ermöglicht die Schaltung von Werbung respektive der Anzeige einer Webseite in der Suchmaschine „Google“. Unternehmen wissen um das Nutzerverhalten, dass sich diese in der Regel maximal die ersten 3-5 platzierten Suchergebnisse tatsächlich anschauen. Insbesondere Onlineshops nutzen Google Ads, um bei Google unter den ersten 3 Suchergebnissen platziert zu werden, damit sich der Traffic und daraus resultierend, die Zahl der Verkäufe erhöht. Der Marktanteil von Google Ads liegt bei 25% – in Verbindung mit Google AdSense dominiert Alphabet auch diesen Markt mit starken 75% Marktanteil.
  • Android – Das mobile Betriebssystem Android ist das global meistgenutzte Betriebssystem auf Smartphones, Tablets oder Smart-TVs, mit einem Marktanteil von über 85%. Bis auf Apple nutzt nahezu jeder große Hersteller das Betriebssystem „Android“, welches speziell für die eigenen Anforderungen/Systeme modifiziert werden kann. Mit Android besitzt Google das Tor zu mobilen Endgeräten. Auch wenn die Basisversion Open Source und kostenlos verfügbar ist, verwenden fast alle Anbieter von Mobile Devices kostenpflichtige Versionen, welche Services wie Google Maps, Gmail oder den Google Play Store direkt enthalten, so dass diese in vielen Fällen erst ihr wahres Potenzial entfalten konnten. Ihr Browser Chrome ist selbstverständlich von Werk aus installiert. Durch ihr Lizenzmodell ist Android auf Produkten jeder Preisklasse verfügbar, so dass sich Nutzer aus geografisch eher finanzschwachen Regionen direkt mit ihrem ersten Smartphone an Android gewöhnen und auch später nicht direkt zu Apple wechseln würden.
Alphabet Segmentumsätze in einem Kreisdiagramm grafisch dargestellt

Alphabet hat in 2019 erstmals detaillierte Umsätze von YouTube sowie der Google Cloud veröffentlicht, die sich zunehmend als wichtiges Standbein des Gesamtkonzerns etablieren, insbesondere durch deren rasantes Wachstum. Allein die angezeigte Werbung auf der Videoplattform YouTube brachte dem Konzern in 2019 einen Umsatz von über 15 Milliarden Dollar ein, was zugleich ein Wachstum von 35,8% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Google Cloud hat im Vergleich „nur“ einen Umsatz von knapp 9 Milliarden Dollar erwirtschaftet, wuchs im Vergleich dazu jedoch mit sagenhaften 52,8% über das letzte Geschäftsjahr. Zusammen sind diese zwei Segmente hauptverantwortlich für das Umsatzwachstum des Unternehmens.

Den Großteil seiner Umsätze erzielt Alphabet jedoch weiterhin mit Services rund um die Suchmaschine Google, welche für knapp 100 Mrd. Dollar Umsatz verantwortlich sind. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dieser Bereich mit 15% ebenfalls positiv entwickelt. Obwohl die Suchmaschine bereits einen Marktanteil von knapp 90% besitzt und diese als Monopol angesehen werden kann, schafft es Alphabet, die Umsätze nach wie vor signifikant zu steigern, was deren Dominanz eindrucksvoll unterstreicht. Google als Suchmaschine ist zu wichtig, als dass Unternehmen diese ignorieren könnten, informieren sich schließlich dort deren potenziellen Kunden. Zusammen mit YouTube konnte die Anzahl der bezahlten Klicks um 23% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Dies lag besonders an einem erhöhten Klickvolumen in der mobilen YouTube-Version, was zeitgleich die Cost-per-Click (CPC) insgesamt um 7% fallen ließ, da diese bei YouTube traditionell niedriger sind. Dieser Trend wird sich wohl auch weiterhin fortsetzen, da weltweit besonders das mobile Suchvolumen deutlich ansteigt.

Unter Google Network members werden Umsätze angezeigt, welche mit Werbungen auf Websites von dritten Anbietern erzielt werden. Mit AdSence, AdMob und weiteren Angeboten ist es Websitebetreibern möglich ihren Internetauftritt durch Werbebanner zu monetarisieren. Der Vorteil für die Betreiber liegt in der unkomplizierten Handhabung, da man sich nur bei den entsprechenden Services anmelden und Werbeflächen zur Verfügung stellen muss. Auf der anderen Seite hat man relativ wenig Kontrolle über die ausgestrahlte Werbung, was für uns ein Grund war, auf diese Möglichkeit zu verzichten, da dies unserer Meinung nach den Aktienanalysen einen gewissen Beigeschmack geben würde.
Für Google bietet dieses Produkt jedoch die Möglichkeit mehr Traffic an potenzielle Werbekunden anzubieten als sie durch ihre eigenen erzielen und diese zusätzlich auf relevanten Websites platzieren zu können. Dadurch können sie ihre bereits vorhandenen Plattformen stärker auslasten und somit zusätzliche Umsätze generieren. Das Wachstum von diesem Bereich basierte auch 2019 hauptsächlich auf einem höheren Volumen von Werbeanzeigen, wozu jedoch seitens Googles keine weiteren Informationen gegeben werden.

Im Bereich „Others“ konsolidiert Alphabet alle weiteren Umsätze, die nicht direkt in das Werbegeschäft mit Google, YouTube oder deren Cloud, fallen. Dieser hat im vergangenen Jahr 2019 knapp 17 Milliarden Dollar erzielt, was einem Umsatzwachstum von 21,0% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Zugpferde hier sind besonders der Google Play Store und weitere YouTube-Einnahmen wie beispielsweise deren Premium-Version.

Nicht vernachlässigen sollte man Alphabets Umsätze mit Cloudangeboten, wie der Google Cloud Platform (GCP) oder G-Suite, einer Alternative zu Microsofts Outlook und OneDrive. In diesem Bereich konnte man wiederholt mit über 50% wachsen, was deutlich über dem Konzernschnitt liegt. Google profitiert hier besonders von seinen Analysewerkzeugen, welche viele der zahlreichen Kunden schätzen, zu denen unter anderem PayPal, 20th Century Fox, Ebay und Bloomberg zählen. 20th Century Fox nutzt beispielsweise Googles Cloud, um Skripte per künstlicher Intelligenz zu prüfen und Umsätze potenzieller Filme vorherzusagen. Auch in Zukunft sollte man hier durch den immer größeren werdenden Trend hin zur Cloud deutlich profitieren, da man Kunden durch zusätzliche Werkzeuge einen enormen Mehrwert liefern kann.

Zusammengefasst wies Alphabet in seinen Segmenten folgendes Wachstum aus.

Alphabet Segmentwachstum grafisch dargestellt

Hier kann man ganz klar erkennen, dass sowohl YouTube als auch die Google Cloud die stark wachsenden Bereiche im Konzernumfeld sind. YouTube trägt bereits jetzt signifikant zum Umsatz bei und wird diesen Anteil durch überdurchschnittliches Wachstum weiter ausbauen können. Der Cloudbereich hingegen ist vergleichsweise klein, wie wir später noch im Vergleich zur Konkurrenz feststellen werden.

Konkurrenz

Wie wir bereits weiter oben gezeigt haben, dominiert Alphabet mit über 30% Marktanteil den digitalen Werbemarkt mit ihren Produktlösungen. Trotzdem haben sie laut eigenen Aussagen mit einer Vielzahl an sehr etablierten Konkurrenten zu kämpfen.

Allein die größten drei Anbieter, Google, Facebook und Alibaba, haben einen Marktanteil von 60% im Bereich Online-Marketing, wobei Alibaba vorwiegend in Asien und besonders in China aktiv ist, wo gerade für Alphabet und Facebook ein Marktzugang praktisch unmöglich ist. Facebook und Alphabet können sehr gut koexistieren, da diese Plattformen ihre Zielgruppe auf andere Weise ansprechen und somit viele Unternehmen meist beide Plattformen in ihre Marketingstrategie einbinden, so dass der potenzielle Kunde an möglichst vielen Stellen in seinem digitalen Unternehmen mit dem Werbetreibenden in Kontakt gerät.

Nicht erwähnt wurde in dieser Auflistung Apple, welche analog zu Google durch ihre Betriebssysteme OS und iOS, sowie iTunes selbst über Plattformen verfügen, bei denen erhebliches Potenzial für Werbeflächen und maßgeschneiderte Werbung vorhanden ist. JP Morgan geht beispielsweise davon aus, dass sich ihr Umsatz im Werbebereich bis zum Jahr 2025 verfünffachen kann und somit 11 Mrd. USD erreichen könnte. Trotzdem ist dieses Potenzial selbstverständlich auf ihre eigenen Geräte begrenzt, da es wohl nur wenige Nutzer von iTunes geben wird, welche keine weiteren Produkte von Apple verwenden. Im mobilen Bereich wird iOS jedoch von fast jedem vierten Gerät verwendet, so dass die These von JP Morgan durchaus eine fundamentale Basis besitzt.

Da jedoch knapp 3 von 4 hergestellten mobilen Geräten mit Android betrieben werden und somit Google Services enthalten, ist Alphabet hier weiterhin der dominante Player und hat sich über hohe Überweisungen an Apple auch den Zugang ihrer Produkte zu iOS gesichert. Dies drückt jedoch in dem ohnehin schon kompetitiven Mobile-Bereich auf die Marge. Zusätzlich bleibt abzuwarten, inwiefern sich das Ende der Geschäftsbeziehungen von Huawei und Alphabet auf die Werbe- und Lizenzeinnahmen von Android und den Googlediensten auswirkt. Potenzielles Wachstum in Asien könnte dadurch für Alphabet deutlich schwieriger werden, da man nun eine große Gerätebasis in diesen Ländern verlieren wird.

Im Bereich der Desktopsuche ist Google nach wie vor der ungeschlagene Platzhirsch.

Quelle: Statista

Selbst Microsofts Bing konnte Google innerhalb der letzten 10 Jahre nie wirklich Marktanteile abgewinnen, zumal es hier, bis auf mögliche Datenschutzbedenken, keinen Grund zur Veränderung dieses Machtgefüges gibt. Nicht aufgeführt wird in dieser Übersicht Amazon, da diese keine klassische Suchmaschine anbieten. Ähnlich wie LinkedIn oder Booking.com, bietet Amazon jedoch auf ihrer eigenen Plattform Suchmechaniken an, bei denen der Kunde nie die ursprüngliche Plattform verlässt. Mit 4,2%, bzw. 14 Mrd. USD, ist ihr Anteil am gesamten digitalen Werbemarkt noch relativ gering, wächst jedoch deutlich stärker als der der Konkurrenz. Amazon hat es geschafft, dass ihre Kunden zuerst ihre Websites oder Apps aufrufen und nach Produkten suchen, anstatt Google oder andere Suchmaschinen zu verwenden. Wenn also sehr hohes Kaufinteresse besteht, suchen viele Kunden zuerst bei Amazon, da sie damit einen unkomplizierten Kauf und günstige Preise in Verbindung bringen. Dies sorgt dafür, dass Google besonders wertvoller Traffic entgeht. Amazon hat dies erkannt und bietet seinen Händlern bessere Rankings und Werbeanzeigen bei Produktsuchen an. Durch eine Ausweitung des Funktionsumfangs und der Wahrnehmung von Amazon als erste Anlaufstelle, wird dieses Wachstum wahrscheinlich weiterhin stärker als das von Google sein, wodurch sich ihr Marktanteil erhöht, bzw. der von Google sich reduziert.

Unabhängig davon ist die Google Suche in vielen Belangen nicht mehr wegzudenken und wird durch weiterhin ansteigenden Internet-Traffic zwangsweise zunehmen und somit neue Werbeflächen schaffen, welche folglich monetarisiert werden können. Allein das allgemeine Wachstum im Bereich der digitalen Werbeausgaben sollte Google für die nächsten Jahre ein zweistelliges Umsatzwachstum ermöglichen.

Ein weiteres, noch relativ kleines, Standbein von Alphabet ist die Cloud, welche aber, wie bereits beschrieben, durch ihr starkes Wachstum deutlich an Relevanz gewinnt. Wie man folgend sehen kann, spielen viele der großen Techkonzerne eine bedeutende Rolle in diesem Bereich, aktuell wird dieser Markt jedoch hauptsächlich von Amazon mit Amazon Web Services (AWS) und Microsoft mit ihrer Azure Cloud dominiert. Beide zusammen beherrschen über 50% des Marktes. Besonders interessant ist dieser Markt durch seine hohen Wachstumsraten von über 15% innerhalb der nächsten Jahre , wie es zum Beispiel im Gartner Report genannt wird. Dies begründet sich vor allem auf der Notwendigkeit einer skalierbaren IT, welche besonders bei jungen Techunternehmen wie Snapchat, Facebook, N26 und co. sehr wichtig ist, jedoch auch bei allen anderen Unternehmen durch stetig steigende Datenmengen und digitale Anwendungen essentiell wird. Cloudanbieter wie AWS, Azure oder auch Google ermöglichen nicht nur den simplen Shift von Daten und Applikationen in die Cloud, sondern bieten für beide Seiten zusätzliche, wertschaffende Services an, die zum Beispiel in einer erhöhten Sicherheit, besseren Analysewerkzeugen oder einfach zugänglichen APIs bestehen können.

Infographic: Amazon Leads $100 Billion Cloud Market | Statista You will find more infographics at Statista

Wie man sieht, steht Alphabet mit ihrer eigenen Cloud zwar an Platz 3, ist jedoch deutlich abgeschlagen zu AWS und Azure. AWS konnte besonders durch ihren frühen Start vor über 10 Jahren ein hohes Know-how und langfristige Kundenkontakte aufbauen. Im folgenden Artikel werden die Services der Top 3 miteinander verglichen. Dabei stellt sich heraus, dass Amazon besonders durch ihre ausgereiften Services punkten kann, welche Entwicklung in der Cloud, Sicherheit und allgemeine Datenmanagement- und Entwicklerfunktionalitäten betreffen. Microsoft punktet mit einer starken Integration ihrer eigenen Services, unter anderem Office, Windows und viele weitere und kann so als One-Stop-Shop betrachtet werden, was für die Entscheider der IT-Abteilungen ein vermeidlich einfaches Serviceprovider-Management verspricht. Die Google Cloud muss bezüglich dieser Punkte einige Abstriche machen, wobei sie im Gegenzug besonders durch ihren OpenSource-Ansatz punkten. Google bietet sowohl die eigenen Plattformen wie Tensorflow und Kubernetes als auch diverse Drittanbieter wie MongoDB und andere Datenbanksysteme frei zur Verfügung an. Dadurch bieten sich Nutzern der Google Cloud diverse Möglichkeiten ihre wolkige IT-Infrastruktur aufzusetzen und von überall zugänglich zu machen.

Trotzdem wird AWS, gefolgt von Azure, weiterhin der Platzhirsch im Cloudgeschäft bleiben, da diese ihre Produkte bereits von einer deutlich größeren Kundenbasis verwendet und akzeptiert werden. Google muss sich an dieser Stelle bei vielen Unternehmen erst noch positionieren, profitiert jedoch von der hausinternen Infrastruktur an Rechenzentren und der Expertise in Themen wie Datenanalyse, Daten- und Trafficmanagement, was ihre Cloud ebenfalls von Commodity-Angeboten der kleineren Konkurrenz abheben sollte. Wir gehen somit davon aus, dass dieser Bereich für Google, trotz sehr potenter Konkurrenz, in Zukunft signifikant an Bedeutung gewinnen sollte. Bedingt durch die hohen Wachstumsraten werden jedoch auch die anderen Peers deutliches Wachstum aufweisen können.

Strategie

Die Gründer von Google, Larry Page und Sergej Brin, bezeichneten Google einst als „unkonventionelles Unternehmen“, welches auf keinen Fall in gewöhnliche Denkmuster verfallen möchte. Als Beispiele für ihr unkonventionelles Denken werden Google Maps, was die Navigation in unserem täglichen Leben vollständig verändert hat, und Android genannt – das meist verwendete mobile Betriebssystem, welches den Erfolg von Smartphones in der Breite erst ermöglichte. Auch wenn beide mittlerweile nicht mehr operativ bei Google tätig sind, so ist diese Philosophie weiterhin in der DNA von Google verankert.

Wie bei vielen anderen erfolgreichen Tech-Unternehmen fokussierte sich Alphabet seit Beginn an auf innovative Produkte, welche dem Kunden einen möglichst hohen Mehrwert liefern. Im Zentrum steht dabei ihre seit Jahren bekannte Suchmaschine Google, welche nahtlos mit ihren vielen weiteren Anwendungen wie Maps, Shopping, Gmail, Analytics und Co. verknüpft ist, um im Internet die erste Anlaufstelle für jegliche Themen zu sein.

In ihrem Kerngeschäft erzielt Alphabet, wie bereits beschrieben, Werbeerlöse über maßgeschneiderte, digitale Anzeigeflächen ihrer Services. So findet man in der Google Suche und Maps häufig in einem gekennzeichneten Bereich bezahlte Werbungen, welche oberhalb der ersten organischen Treffer stehen. Da Kunden meist nach entsprechenden Angeboten suchen, ist ein Klick auf eine bezahlte Anzeige relativ wahrscheinlich. Ziel ist es mit dem Werbetreibenden möglichst ansprechende Werbungen zu entwickeln, da sich Google pro Klick bezahlen lässt. Ähnlich läuft es bei YouTube, wo vor, während oder nach einem Video oft Werbung geschaltet ist, welche meist thematisch zum Videoinhalt oder dem Themenbereich des Erstellers passt. Man bietet somit seinem Kunden diverse Formate der Werbung an, so dass abhängig vom Werbegegenstand das beste Format gefunden werden kann.
Im Vergleich dazu erzielt man mit Android und den Google Cloud Diensten Umsätze durch Produktverkäufe der eigenen Produkte oder wie im Fall von Android über Lizenzabgaben durch Android selbst oder Verkäufe innerhalb des Google Playstores.
An oberster Stelle steht bei allen Angeboten jedoch die Interkonnektivität und Nutzerbindung zwischen ihren Services. Alphabet möchte so sicherstellen, dass viele essenzielle Online-Angebote aus ihrer Hand kommen, so dass die Nutzer möglichst viel Zeit auf ihren Plattformen verbringen, was letztlich größeres Potenzial um Werbung zu schalten bedeutet und so den Umsatz je Nutzer maximiert. Dies geht zum einen über nahtlose Übergänge zwischen ihren Plattformen, jedoch auch über eine hohe „stickiness“ ihrer Inhalte. Bei YouTube werden beispielsweise verwandte Videos vorgeschlagen, welche den Nutzer interessieren könnten und welche nach Ende des letzten Videos automatisch starten.

Um ihr bestehendes Hauptgeschäft hat Alphabet viele verschiedene Projekte angestoßen, welche auch als Moonshots bezeichnet werden. Man investiert hier in Technologien, die meist noch sehr weit von der Marktreife entfernt sind und erhofft sich dadurch die nächste immersive Technologie zu finden, welche dann die vielen gescheiterten Investments ausgleicht. Die bekanntesten davon sind Waymo (selbstfahrende Autos), Loon (Internet per Ballon) und Verily, welche sich mit der Miniaturisierung von Sensoren und Bauteilen zur Verwendung in neuen Wearables befassen. Ähnlich wie beispielsweise Maps werden diese Projekte zunächst mit kleinen und unabhängigen Teams parallel entwickelt und in relativ frühen Stadien bereits als Beta-Versionen mit Kunden getestet. Alphabet selbst profitiert dadurch von frühzeitigem Feedback und kann so Entwicklerkapazitäten erhöhen oder gar ganze Projekte einstampfen, wie es bei Google+ der Fall war. Trotzdem hält sich der Erfolg dieser Division bisher in Grenzen. Mit Waymo besitzt man jedoch ein Unternehmen, welches laut veröffentlichten Daten führend im Bereich des autonomen Fahrens ist und somit eines der ersten Projekte sein kann, das signifikant zum Wachstum von Alphabet beiträgt.

Abgerundet wird ihr Geschäftsmodell durch Übernahmen verschiedener Unternehmungen, welche aus den sprudelnden Gewinnen des Advertising-Geschäfts finanziert werden. Android und YouTube sind wohl die erfolgreichsten Beispiele ihrer M&A Politik und tragen mittlerweile einen signifikanten Anteil zum Umsatz und Gewinn bei. Mit ihrer jüngsten Akquisition von Fitbit wird deutlich, dass sie verstärkt in die Richtung der Wearable Devices vordringen wollen. Dies ist zudem eine gute Möglichkeit, um ihr Android-Version für Wearables, Wear OS, einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Trotzdem darf man nicht vernachlässigen, dass Alphabet in diesem Bereich durch viele Übernahmen etliche Milliarden Dollar verbrannt hat. Unter ihren 10 größten Akquisitionen lassen sich beispielsweise auch Motorola und Nest Labs finden, wobei erstere für ein Viertel des ursprünglichen Preises verkauft wurde und zweitere bisher nicht den erwarteten Durchbruch im Bereich Smarthome lieferte. In Anbetracht der über 100 Mrd. USD schweren Liquiditätsreserven besteht hier ein enormer Spielraum für weitere Akquisitionen.

Management

Bis vor kurzem wurde Alphabet noch von den Gründern Larry Page und Sergey Brin geführt, ehe diese im Dezember 2019 ihren Rücktritt von der Konzernleitung bekanntgaben. Page und Brin hatten Alphabet in weniger als 25 Jahren zu einem der größten Unternehmen der Welt geformt und mit ihrer Suchmaschine „Google“ die Welt verändert. Innovationsgeist, Visionen und kluge Akquisitionen machten die beiden aus.

Nach deren Rücktritt übernimmt nun Sundar Pichai die Leitung von Alphabet, welcher vorher die Leitung der Tochter „Google LLC“ innehatte. Pichai tritt in große Fußstapfen, übernimmt immerhin ein Unternehmen mit über einer Billion Dollar Marktkapitalisierung, welches er nun weiter voranbringen und prägen muss. Eine schwerwiegende Aufgabe, der er sich gegenüber in den nächsten Jahren beweisen muss und an der er letztlich auch bemessen wird. Durch seine vorigen Positionen kennt sich Pichai sehr gut im Unternehmen aus, ist seit 2004 für viele wichtige Produkte wie Google Chrome, Googlemail, Googlemaps oder Android verantwortlich gewesen und sollte so durch seine langjährigen Erfahrungen in der Lage sein, diese Aufgabe zu bewältigen.

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Quantitative Analyse

Umsatz- und Gewinnentwicklung

Alphabet Aktienanalyse - grafische Darstellung der Umsatz- und Gewinnentwicklung
* ungeprüft – vorläufiges Ergebnis

Wie wir zu Beginn unserer Aktienanalyse bereits erwähnt haben, gehört Alphabet zu den wenigen Unternehmen, das eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar erreichen konnte. Die Umsatzentwicklung von Alphabet zeigt eindrucksvoll, weshalb dem Unternehmen eine solche Bewertung zugesprochen wird. Seit 2009 belief sich das Umsatzwachstum auf durchschnittlich 21,7% pro Jahr, was über einen solch langen Zeitraum nahezu beispiellos ist, insbesondere in Anbetracht der Größe des Unternehmens. In 2019 hat Alphabet 168,9 Milliarden Dollar umgesetzt und damit seinen Umsatz gegenüber 2009 mehr als versiebenfacht.

Die Gewinne haben sich ebenfalls sehr gut entwickelt, auch wenn die Wachstumsraten nicht ganz denen des Umsatzes entsprechen. Der operative Gewinn ist jährlich um 15,2% p.a. gestiegen, während die Nettogewinne um 18,1% p.a. gesteigert werden konnten. Das Nettoergebnis muss jedoch gegenüber dem operativen Ergebnis seit 2018 relativ betrachtet werden. Aufgrund einer Änderung in der Rechnungslegung werden nicht realisierte Gewinne aus Beteiligungen bilanzwirksam erfasst, weshalb die seit 2018 bilanzierten Nettogewinne zum Teil größer sind, als der operative Gewinn.
Zusätzlich sollte man, wie bei jedem US-Unternehmen, den Effekt der gesunkenen Unternehmenssteuern durch die Trump-Regierung berücksichtigen, was sich seit 2017 positiv auf die Gewinnentwicklung auswirkt.

Cashflowentwicklung

Grafische Darstellung der Cashflowentwicklung - Alphabet
* ungeprüft – vorläufiges Ergebnis

Das stabile Umsatz- und Gewinnwachstum ist auch in den laufenden Cashflows zu erkennen. Der operative Cashflow konnte jedes Jahr gesteigert werden, was die Stabilität des Geschäfts unterstreicht. Diese Stabilität gibt sowohl dem Unternehmen als auch den Investoren planbare Sicherheit, u.a. um notwendige Investitionen zu tätigen. Über den betrachteten Zeitraum ergibt sich eine jährliche Steigerungsrate von 20%. Üblicherweise wären solch kontinuierlichen Cashflows auch für die Aufnahme respektive Tilgung von Fremdkapital sinnvoll, wir werden jedoch anschließend noch sehen, dass Alphabet in dieser Hinsicht keinen Bedarf hat.

Der Free Cashflow verläuft hingegen etwas volatiler, wobei sich die Schwankungen in einem üblichen Rahmen bewegen. Das liegt an der Berücksichtigung von getätigten Investitionen in Sachanlagen, den sogenannten CAPEX, welche in der Regel eben nicht konstant verlaufen. Nach den jeweiligen Kosten zum Erhalt des operativen Geschäfts hat Alphabet derzeit knapp 30 Milliarden Dollar zur Verfügung, welche für Aktienrückkäufe, Dividenden oder zur Rücklagenbildung genutzt werden können.

Alphabet zahlt keine Dividende an seine Aktionäre aus, sondern tätigt bislang lediglich Aktienrückkäufe. Diese deckten zuletzt rund 50% der Mitarbeitervergütung anhand von Aktienoptionen ab, sodass sich die Anzahl ausstehender Aktien sukzessiv verringern sollte. Wir gehen davon aus, dass mittelfristig eine Dividendenausschüttung in Betracht gezogen werden könnte, da Alphabet zunehmend über ungenutztes Kapital verfügt, welches die Rentabilität beeinträchtigt. Wir werden auf diese Thematik im weiteren Verlauf näher eingehen.

Bilanzkennzahlen

grafische Darstellung des Gesamt- und Eigenkapitals des Alphabet-Konerzns
* ungeprüft – vorläufiges Ergebnis

Alphabet verfügt über eine konstant positiv verlaufende Geschäftsentwicklung, die sich in den jeweiligen Kennzahlen des Gesamt– und Eigenkapitals niederschlägt. Ausnahmslos wurde sowohl die Bilanzsumme als auch das Eigenkapital in den vergangenen Jahren gesteigert. Die fundamentale Basis des Unternehmens ist hervorragend; die Eigenkapitalquote beträgt in 2018 knapp 75%, wovon ein großer Anteil auf liquide Mittel entfällt. Das Eigenkapital hat somit eine hohe Qualität, welches nur geringen Risiken möglicher Abschreibungen immaterieller Werte unterliegt.

Alphabet Aktienanalyse - Gegenüberstellung Verbindlichkeiten vs. liquide Mittel
* ungeprüft – vorläufiges Ergebnis

Zu dieser Grafik gibt es wohl nur wenig zu sagen. Alphabet verfügt über hohe Summen liquider Mittel, welche in ihrer Höhe die zinstragenden Verbindlichkeiten nicht nur in erheblichem Ausmaß ausgleichen, sondern auch kontinuierlich weiter ansteigen. Dem Unternehmen stehen in 2019 fast 120 Milliarden US-Dollar netto an liquiden Mitteln zur Verfügung. Neben Google verfügen nur noch Berkshire Hathaway und Apple über ähnlich hohe liquide Mittel, wie man in folgender Liste erkennen kann. Die Liquidität sichert Alphabet durchaus wichtige Handlungsspielräume, beispielsweise für etwaige Übernahmen oder für Aktienrückkäufe, perspektivisch sollte dennoch eine sinnvolle Mittelverwendung gefunden werden. Nicht genutzt wirken sich die hohen Beträge zunehmend negativ auf die Rentabilität des Unternehmens aus.

Alphabet Aktienanalyse - Goodwill vs. Net-Cash - grafische Darstellung
* ungeprüft – vorläufiges Ergebnis

Obwohl Alphabet kontinuierlich auch durch Akquisitionen wächst, ist der Goodwillanteil der Bilanz relativ gering und stellt somit ein überschaubares Risiko dar. Etwaige Abschreibungen auf den Goodwill würden sich nur geringfügig auf das Eigenkapital auswirken, wie aus der obigen Grafik hervorgeht.

Profitabilität

Margenentwicklung Alphabet
* ungeprüft – vorläufiges Ergebnis

In der Vergangenheit sind sowohl die operative als auch die Nettomarge deutlich gefallen und haben sich auf ein gewisses Maß angenähert. Dies liegt zum einen an der Steuerreform unter Trump, welche dafür sorgte, dass sie in ihrem Kernmarkt die Unternehmenssteuern von 35% auf 21% abgesenkt wurden. Der Einbruch in 2017 hängt damit ebenfalls zusammen, da Alphabet durch die Reform hohe Milliardenbeträge an liquiden Mitteln aus ihren Tochtergesellschaften aus verschiedenen Ländern steuerschonend zur Konzernmutter in den USA zurückholen konnte, so dass nur ein reduzierter Steueranteil fällig wurde. Aufgrund der hohen Summen beeinflusste dies das Ergebnis jedoch enorm.

Zeitgleich steigen die liquiden Mittel von Alphabet deutlich an, so dass sie Teile davon in Staatsanleihen, andere Wertpapiere und Unternehmensbeteiligungen investierten. Diese erzielten 2018 Erträge in Höhe von 8,6 Mrd. USD und 2019 in Höhe von 5,4 Mrd. USD und sorgten somit für deutliche Gewinnerhöhungen.

Für die fallenden Margen gibt es verschiedene Erklärungen. Zum einen hat Google im Bereich mobile mit höheren Traffic-Kosten zu kämpfen. Damit Googles Dienste auch auf Iphones und Ipads verfügbar sind, zahlt Alphabet regelmäßig hohe Milliardenbeträge. Zudem sind die Umsätze je View im Bereich der mobilen Werbung deutlich geringer als im traditionellen Desktop-Bereich. Diese Charakteristik wird zusätzlich von ihren Konkurrenten Facebook, Microsoft und neuerdings auch Amazon verstärkt, indem sich immer größere Peers um nicht im gleichen Maße steigende Marketingbudgets streiten. Besonders Amazon hat es im Bereich der Produktsuche geschafft, dass viele Kunden zuerst ihre Website oder App aufrufen und dort nach Produkten suchen. Produzenten und Händler wissen dies auch und investieren nach und nach höhere Budgets in Werbung direkt bei Amazon, da hier zeitgleich die echte Kaufbereitschaft um einen gewissen Grad höher ist. Dies drückt insgesamt auf die Werbepreise von Google, so dass sie selbst höheren Aufwand betreiben müssen, um das Budget der Kunden für sich zu gewinnen. Zusätzlich investiert Alphabet stark in die Lizensierung von Content für ihre Plattform YouTube, um beispielsweise Services wie YouTube Premium für Kunden attraktiver zu gestalten. Des Weiteren hat man mittlerweile das Potenzial im Cloudbereich erkannt und investiert hier hohe Summen in Infrastruktur, welche zukünftiges Wachstum in diesem Bereichen weiterhin ermöglichen sollte. Von 2017 auf 2018 hat man das eigene Investitionsvolumen auf 25 Mrd. USD fast verdoppelt. Dies beeinträchtigt kurzfristig die Margen, sichert jedoch gerade gegen starke Peers wie AWS und Azure ihre Position im Markt, so dass sich dies langfristig positiv auf die Gewinnentwicklung auswirken sollte.

Margen im Bereich von 20% halten wir nachhaltig möglich, wenn man Alphabet mit ihren Peers vergleicht. Mit der Suchmaschine Google, Maps, Chrome, Android und YouTube bietet man genügend Services an, welche weitestgehend den Markt dominieren und für viele Nutzer mittlerweile unverzichtbar sind. Da zudem der stark wachsende Cloudbereich immer stärker an Bedeutung gewinnt und aktuell hohe Investitionen erfordert, in dem ihre Konkurrenten bereits hochprofitabel sind, sind potenziell sogar Margenverbesserungen denkbar. Weiterhin könnte der Wechsel in der Führungsetage von Alphabet für eine gewisse Kostendisziplin bei ihren „other bets“ und auf Konzernebene sorgen, was die aktuellen Margen zumindest konservieren dürfte.

Wie wir hier sehen können haben sich die Kapitalrenditen seit 2009 eher negativ entwickelt, wobei seit 2012 eine Stabilisierung zu erkennen ist. Grundsätzlich befindet sich die Rentabilität auf einem sehr hohen Niveau, insbesondere in Relation mit den jeweiligen Bezugswerten. Alphabet erreicht so auf den ersten Blick zwar keine Eigenkapitalrenditen von über 20%, was jedoch der sehr hohen Eigenkapitalquote geschuldet ist. Da Alphabet zu einem sehr großen Teil aus Eigenkapital besteht (73%), wirkt sich dieses entsprechend auch auf die Rentabilität des Gesamtkapitals aus.

Wir haben bereits angesprochen, dass sich das hohe Eigenkapital respektive deren hohe Summe liquider Mittel zunehmend negativ auf die Rentabilität des Unternehmens auswirkt, handelt es sich dabei schließlich um nicht genutztes Kapital. Es ist davon auszugehen, dass Alphabet auch in Zukunft signifikant steigende Cashflows erzielen wird und somit die bereits sehr hohen Cash-Bestände weiter anwachsen werden. Eine kurz- bis mittelfristige Verwendung dieser Bestände wäre wünschenswert, sei es durch höhere Aktienrückkäufe oder mit dem Beginn von Dividendenausschüttungen. Auch größere Akquisitionen wären denkbar, wenn auch wegen der bereits hohen kartellrechtlichen Hürden schwierig. Ungenutzt verwässern die Cash-Bestände die Erträge des Unternehmens.

Renditeerwartung

Wir haben uns während der Aktienanalyse von Alphabet eine Berechnung der Renditeerwartung auf Basis unseres üblichen Wachstumsmodells getätigt. Dabei nehmen wir die folgenden Wachstumsraten, Margen und Bewertungsniveaus bis 2024 an.

Mit einem KGV von aktuell 31 auf Basis der Zahlen von 2019 nehmen wir selbst für das optimistische Szenario ein niedrigeres Bewertungsniveau an, um aktuelle Höherbewertungen nicht zu berücksichtigen.
Margen und Wachstum im neutralen Szenario haben wir leicht unter dem aktuellen Wachstum gewählt, da der nach wie vor wichtigste Markt für Online-Werbung nur mit 12% jährlich wächst. Das Wachstum von 14% begründen wir mit höherem Wachstum aus dem Cloudbereich. Die Marge könnte aufgrund von anhaltend hohen Investitionen in diese Bereiche weiterhin unter Druck bleiben.

Somit ergibt sich im neutralen Szenario ein Aktienwert von 2000 USD, was 5,7% p.a. entspricht. Da hier aktuell keine Dividende hinzukommt, ist die erwartbare Rendite eher mittelmäßig. Im negativen Szenario würden sogar jährlich -5,9% zu erwarten sein, sofern man die von uns gewählten Multiples annimmt. Dem entgegen steht das positive Szenario mit 20,7% pro Jahr, was mehr als einer Verdopplung des Aktienkurses innerhalb der nächsten 5 Jahre entsprechen würde. Sofern Alphabet mit dem entsprechenden Tempo wächst, würde zeitgleich sogar die Bewertung konstant bleiben. Betrachtet man das Wachstum der Vergangenheit und die Margen des Vorjahres, so erscheint das optimistische Szenario bis zu einem gewissen Grad wahrscheinlich. Wir persönlich halten es jedoch für schwierig von weiterhin so hohem Wachstum auszugehen, wenn man berücksichtigt, dass Alphabet schon das viertgrößte Unternehmen, gemessen an der Marktkapitalisierung, ist. Diese Bedenken bestanden jedoch schon vor 5 Jahren, was uns immer von einem Kauf abhielt. Durch ihre einzigartigen Services und den vergangenen Track-Record ist also durchaus eine weitere Fortsetzung des Trends vorstellbar.

Zusammenfassung

Chancen und Risiken

  • Geschäftsmodell – Das Geschäftsmodell von Alphabet fußt im Wesentlichen auf ihren Plattformlösungen Google Search, YouTube, Android und neuerdings der Google Cloud, welche eine hohe Interkonnektivität untereinander aufweisen und durch angrenzende Services wie Maps, Gmail, Google Playstore und weiteren Dienstleistungen abgerundet werden und den Wert für den Endnutzer deutlich erhöhen. Umsätze werden dabei größtenteils über angebotene Werbeflächen erzielt, welche durch die oftmals vorhandene Einzigartigkeit ihrer Services einen hohen Wert für Werbetreibende besitzt. Dabei können Nutzern durch ihre Sucheingaben maßgeschneiderte Werbungen angezeigt werden, so dass die Conversion Rate im Vergleich zur klassischen Werbung deutlich höher ist. Durch den hohen Bestand an Nutzerdaten kann Such- und Kaufverhalten sehr detailliert analysiert werden, um so Anzeigen möglichst optimiert zu schalten. Vergleichbare Datenmengen und Geschäftsmodelle gibt es nur bei den Konkurrenten Facebook und Amazon, welche sich jedoch um die gleichen Kunden bemühen.
  • Bilanz – Alphabet ist nicht nur in der operativen Geschäftstätigkeit gut aufgestellt, sondern verfügt auch über sehr gute fundamentale Rahmenbedingungen. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt über 73%. Das Eigenkapital selbst hat eine hohe Qualität, da der Anteil an immateriellen Vermögenswerten sehr gering ist und diesen großen Mengen an liquiden Mitteln gegenüberstehen. Das Risiko etwaiger Abschreibungen ist in dem Bezug kaum spürbar, würden diese nur einen kleinen Teil des Eigenkapitals ausmachen. Zudem hat man in Anbetracht der eigenen Marktkapitalisierung kaum erwähnenswerte Übernahmen getätigt, welche zu hohen Goodwillpositionen in der Bilanz geführt haben. Zinstragende Verbindlichkeiten sind auch kaum existent und werden ebenfalls durch die hohen Cash-Bestände mehr als ausgeglichen. Das Unternehmen kann so flexibel agieren, notwendige Investitionen tätigen oder vielversprechende Akquisitionen durchführen und damit das Geschäft weiter ausbauen.
  • Liquide Mittel – Alphabet hat einen Netto-Cash-Bestand von über 100 Milliarden Dollar. Auf der einen Seite bietet dieser hohe Betrag an liquiden Mitteln Spielräume und auch Sicherheit, auf der anderen Seite verwässert dieser auch die Rentabilität des Unternehmens, da das Kapital ungenutzt auf dem Konto verbleibt. Kurz- bis mittelfristig sollte das Unternehmen eine produktive Verwendung für die liquiden Mittel finden oder ansonsten über eine Ausweitung der Aktienrückkäufe respektive dem Beginn möglicher Dividendenausschüttungen nachdenken. Laufende Cashflows sorgen bislang sukzessiv für weiter ansteigende Cash-Bestände.
  • Dominanz – Alphabet hat eine äußerst starke Marktposition und Dominanz gegenüber anderen Unternehmen, weshalb Alphabet auch immer häufiger in der Kritik steht. Die Suchmaschine „Google“ kann als Monopol angesehen werden und auch die Videoplattform „YouTube“ ist nahezu einzigartig bzw. konkurrenzlos. Mit „Android“ hat Alphabet zudem das meist genutzte mobile Betriebssystem, mit einem Marktanteil von über 75%. Alphabet erzielt mit seinen Produkten bereits sehr hohe Erträge und hat mit diesen unter anderem die Möglichkeit, aufkommende Konkurrenten aufzukaufen oder in vielversprechende Bereiche zu investieren, um eigene Produkte zu etablieren. Gegenüber kleinen Unternehmen hat Alphabet einen signifikanten Vorteil, alleine schon wegen der liquiden Mittel, welche dem Unternehmen für Forschung, Entwicklung, Investitionen, Marketing oder Vertrieb zur Verfügung stehen. Diese Dominanz macht Alphabet in ihrer Geschäftstätigkeit nahezu unangreifbar, der Burggraben des Unternehmens ist enorm, allerdings wird das Unternehmen auch zunehmend zur Zielscheibe von Kartellämtern.
  • Zerschlagung – Durch die Dominanz dieses Internet-Giganten werden die Stimmen immer lauter, die eine Zerschlagung des Konzerns fordern. Alphabet wurde in den vergangenen Jahren immer größer und hat mittlerweile einen Burggraben aufgebaut, den es Konkurrenten nahezu unmöglich macht, erhebliche Marktanteile zu erwerben. Durch die laufenden Cashflows wird Alphabet auch in Zukunft versuchen sein Geschäftsfeld sukzessiv auszubauen und zu erweitern. Die Kartellbehörden schauen sich bereits heute sehr kritisch die Entscheidungen des Unternehmens an, weshalb Alphabet zukünftig mit Gegenwind zu rechnen hat. In den USA wurde erst vor kurzem beschlossen, die Stellen der Kartellbehörden auszubauen, um Unternehmen wie Apple, Microsoft, Alphabet oder Facebook besser unter Kontrolle zu bekommen. Bei genauerer Betrachtung würde sich eine Zerschlagung jedoch als sehr schwierig und vermutlich wenig sinnvoll erweisen, da meist einzelne Services, wie beispielsweise die Google Suche oder Facebooks „Facebook“ eine so hohe Dominanz besitzen, dass eine Abspaltung der anderen Bereiche vermutlich wenig Einfluss haben würde. Eine Zerschlagung dieser Services wäre wahrscheinlich höchstens geografisch möglich und würde das zugrunde liegende Problem nicht lösen.
  • Cloud – Die Cloud ist wohl, neben YouTube, der Geschäftsbereich mit dem größten Wachstumspotenzial. Dies zeigt sich auch an den Investitionen in diese Bereiche, welche aktuell auf einem Allzeithoch liegen. Auch wenn dadurch kurzfristig betrachtet die Marge auf immer noch gute 20% fällt, sind diese Investitionen notwendig, um gegen die großen Techkonzerne in diesem Bereich bestehen zu können. Durch das hohe Marktwachstum wird Google mit seinem Cloud-Technologiestack deutlich wachsen können und gegebenenfalls die Lücke zu Amazon und Microsoft verringern können, um die eigne Position als dritter im Cloudmarkt bestenfalls sogar verbessern zu können.

Fazit

Alphabet ist mit ihren fast konkurrenzlosen Services wie der Google Suche, Maps, Android, Gmail einer der Platzhirsche und Profiteure des Erfolgs des Internets. Ihre Angebote helfen täglich Hunderten Millionen Menschen bei der Wegsuche, dem Finden von Dienstleistungen und Produkten, sowie dem Versand von Mails. In Kombination mit Android ist Alphabet also nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken und verankert sich durch jeden weiteren Service und jedes Update immer stärker in unserem privaten und beruflichen Leben.

Wie bei allen stark wachsenden Unternehmen hängt der zukünftige Unternehmenswert eng an den angenommenen Wachstumsraten. Sollte es hier zu großen Enttäuschungen kommen, wird der Aktienkurs des Unternehmens in der Regel stark abgestraft. In der Vergangenheit hielt uns dieses Risiko vor einem Investment zurück, wobei Google oder nun Alphabet Jahr auf Jahr mit ca. 20% wachsen konnte. Betrachtet man unsere Annahmen, so kann man davon ausgehen, dass der Markt weiterhin ein Wachstum von über 15% innerhalb der nächsten Jahre erwartet, was Google aufgrund der vielen diversen und wachsenden Unternehmensbereiche definitiv erreichen kann, jedoch kann es hier immer Dynamiken geben, welche diesen Trend zumindest bremsen. Beispiele dafür wären ein weiterhin starkes Amazon, was seinen Fußabdruck im Bereich Online-Marketing vergrößert, oder steigende Attraktivität von anderen Services oder Plattformen, welche Traffic und somit Werbebudget von Alphabets Services zieht. Dem entgegen stehen jedoch Geschäftsmodelle wie YouTube und der Cloudbereich, wodurch sich Alphabet weiter diversifizieren und stärker als der Werbemarkt wachsen kann.

Jeder (potenzielle) Investor von Alphabet sollte sich somit diesen Punkten bewusst sein und entsprechend bei der Risikoeinschätzung berücksichtigen. Trotzdem sehen wir mindestens mittelfristig keinen Service, der Alphabets aktuelles Kerngeschäft sehr gefährlich werden könnte, wodurch Alphabet, besonders im Vergleich zu den anderen großen Techunternehmen, weiterhin ausreichend Renditepotenzial bietet.

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Felix Alexander Müller
Thorben Grabinski

Vor und zur Veröffentlichung dieses Beitrags hält keiner der Autoren Aktien des analysierten Unternehmens.

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2 Kommentare zu “Alphabet: Aktienanalyse”

  1. Danke für die tolle Analyse von Alphabet. Eure Analysen sind sehr gut recherchiert und bieten jedes Mal ein Aha-Erlebnis. So habe ich mich vor einer Weile auch für Medistim entschieden, die ich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte.

    Ich schleiche auch schon länger um Alphabet herum und habe gehofft, dass sie in der aktuellen Marktschwäche mehr Federn lässt und ich zuschlagen kann. Auf jeden Fall sehe ich Alphabet als eines der stärksten Unternehmen der Welt, denn ohne deren Dienste geht ja heutzutage kaum noch etwas. Ich werde sie erst einmal weiter beobachten und eventuell gegen Facebook austauschen oder beide im Depot halten.

    1. Hallo Anne,

      vielen Dank für dein positives Feedback! Das freut uns wirklich sehr und motiviert uns zeitgleich, auch weiterhin vielversprechende Unternehmen auf unserem Blog vorzustellen und zu analysieren, die noch nicht unbedingt jeder kennt.

      Bezüglich Alphabet bin ich persönlich voll und ganz bei dir, denn auch ich hatte mir in einer solchen Marktphase wie dieser erhofft, eine Alphabet günstiger einsammeln zu können. Wirklich viel hat sich jedoch nicht getan und so werde ich dort noch ein wenig Geduld aufbringen müssen. Felix hingegen hat schon einen ersten Kauf getätigt, um den sogenannten „Fuß in die Tür“ zu bekommen.

      Ich wünsche dir bei deiner Entscheidung pro / contra Facebook viel Erfolg und auch ansonsten gute Investments. Halte uns gerne auf dem Laufenden, was deine Alphabet / Facebook Überlegungen betrifft.

      Liebe Grüße,
      Thorben

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